Interessenverband Tic & Tourette
InteressenVerband Tic & Tourette Syndrom e.V.
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Workshop für betroffene junge Menschen

 

zur Förderung der Identitäts- und Berufsfindung und Entwicklung von praxisorientierten Maßnahmen zur Zielumsetzung

Ein Projekt des InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom e.V.

Dieses Projekt wird durch Aktion Mensch und die KKH Allianz gefördert. Wir bedanken uns herzlich dafür!

Unser Workshop umfasst zwei Module.
Im ersten Modul geht es um die Identitäts- und Rollenfindung. Dabei werden wir mit den Ressourcen der einzelnen arbeiten. Diese Entwicklungsleiter der Ressourcen wird dazu dienen, die Berufsziele zu formulieren. Mit der Recherche über mögliche Berufsbilder und deren Anforderungen wird das erste Modul schließen.

 

Modul 1 vom 08. bis 10. April 2010

Meine Rolle im Berufsleben als Betroffene/r
Wer bin ich, was bin ich, was konnte ich, was kann ich, wohin will ich?

Veranstaltungsort
Familienferiendorf „Eckenhof“
Dr.-Helmut-Junghans-Str. 50
78713 Schramberg-Sulgen

Entfernungen:
Offenburg ca. 50 km, Lörrach ca. 130 km, Freiburg ca. 60 km, Stuttgart ca. 125 km, Sigmaringen ca. 100 km

Veranstaltungstermin 08. bis 10. April 2010
Teilnehmer
Junge Menschen mit einer Chronischen Ticstörung bzw. dem Tourette Syndrom, die vor oder im Übergang zu einer Ausbildung oder in den Beruf sind. (Alter zwischen 14 bis 30 Jahre)
Referentin und Coach
des Workshops
Sabine Kraft Freiburg, Dipl. Sozialpädagogin, Dipl. Betriebswirtin und Geschäftsführerin im Bundesverband Kinderhospiz
Veranstaltungsflyer zum Download bitte hier klicken

Inhaltliche Schwerpunkte Modul 1

>>>> Kennenlernen und Erfahrungsaustausch
>>>> Der eigene Lebensweg - Ressourcen entdecken, Stärken ausbauen
>>>> Lebensweg- Zielfindung
>>>>
Tourette-Syndrom und seine Auswirkungen in der Berufswelt, allgemein und individuell
>>>> Kollegiale Team Supervision – Ziele anpassen
>>>> Wie gehe ich mit meiner Erkrankung um, wenn ich Ziele im Berufsleben verfolge
>>>> Umsetzungsplanung für die Ziele
>>>>
Aufgaben für zu Hause (Bewerbungen, Anfragen, Recherchen, Information zu Berufsbildern u. a.)

In der Phase zwischen dem erstem und zweitem Modul wird es mit allen jungen Menschen Austausch über ein Forum geben, das wöchentlich feste "Chatzeiten" anbietet.

Modul 2

Inhaltliche Schwerpunkte Modul 2

Dieses Modul dauert 2 Tage (eine Übernachtung) und findet ca. 4-8 Wochen nach dem ersten Modul statt. Der Veranstaltungsort ist noch offen und richtet sich nach den Wohnorten der Teilnehmer des ersten Moduls.

>>>> Begrüßung, Erfahrungsberichte, Zielsetzungsabgleich
>>>> Ziele und Wirklichkeit – Alternativen entwickeln bzw. überprüfen
>>>>
Rollenspiele - Bewerbungen erstellen bzw. sich auf Interviews vorbereiten, Umgang mit Ämtern und Behörden
>>>>
Methoden zum Umgang mit Frust und eigenen Selbsthilfepotenziale erkennen
>>>> Abschlussrunde und Zielüberprüfung


Nach den beiden Modulen gibt es die Möglichkeit, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einzeln zu coachen.
Zu diesem Zwecke muss ein Bedarf durch den Jugendlichen selbst angemeldet werden. Das Coaching kann bis zu maximal 2 Termine mit jeweils 2 Stunden umfassen. Das Coaching dient zum Austausch, zur Information und Begleitung. Im Coaching kann der junge Mensch reflektieren, welche Hürden sich ihm in seiner Berufsplanung in den Weg stellen. Er soll gemeinsam mit dem Coach alternative Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen.

Ziele des Workshops

>>>> Ressourcen erkennen und ausbauen
>>>> Selbstwertstärkung
>>>> Reflexionsfähigkeit
>>>> Umgang mit Frustrationen lernen
>>>> Zielfindung und Zielanpassung
>>>>
Informationen zur Berufsfindung und Berufswelt
>>>>
Praxisanleitung für den Berufseinstieg und die Bewerbung
>>>>
Umsetzungsplanung und Problemlösungsstrategien entwickeln

Preise für die Teilnehmer

Wir bieten unseren Teilnehmern die Übernahme der Seminarkosten, der Übernachtungskosten und der Vollverpflegung.
Reisekosten werden bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 65 € gegen Nachweis erstattet.
 

Reservierung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Ihre frühzeitige Anmeldung.

Die Reservierung ist über unser -> zum Kontaktformular möglich.

Haben Sie Fragen, wir stehen gerne zur Verfügung.

 

Projektbeschreibung

Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich heute in der Übergansphase von Schule zu Beruf in einer komplexen Entscheidungssituation. Parallel zur Identitätsfindung des jungen Erwachsenen müssen sie sich richtungsweisend beruflich festlegen, ohne oft reflektiert zu haben, wer sie sind und wo ihre Ressourcen und Interessen liegen. Besonders schwierig wird die Entscheidungssituation dann, wenn der Arbeits- und Fortbildungsmarkt nur eine beschränkte Auswahl zulässt.

Für Jugendliche und junge Erwachsene, die zusätzlich mit dem Tourette-Syndrom erkrankt sind, wird die Entscheidungssituation zur Krise. Sie wissen nicht, welche realistischen Chancen sie auf dem Arbeitsmarkt vorfinden. Sie sind verunsichert und haben oft Ziele, die noch nicht der Realität angepasst sind. Dies kann einerseits dazu führen, dass Frustration noch vor dem wirklichen Versuch liegt, so dass Ziele erst gar nicht ernsthaft verfolgt werden; andererseits kann es dazu führen, dass Ziele nicht an die reale Situation angepasst sind und die Versuche, diese umzusetzen, zur völligen Ich-Aufgabe und gesellschaftlichen Verweigerung führen.

Fragen wie: "Soll ein junger Mensch mit Tourette-Erkrankung seine Erkrankung bei seiner Bewerbung offen ansprechen, soll er seine Berufswünsche seinen Einschränkungen oder jenen der gesellschaftlichen Konventionen anpassen, wie kann er erfolgreich sein und dennoch zu seiner Erkrankung stehen?" sollen in der Gruppe bearbeitet werden. Durch die Methode der Kollegialen Team Supervision sollen Maßnahmen entwickelt werden, die den jungen Menschen Schritte und Meilensteine auf ihrem weiteren Lebens- und Berufsweg aufzeigen.

Junge Menschen mit Tourette-Syndrom sollen ihre Ressourcen, aber auch Einschränkungen realistisch einschätzen lernen, ihre Berufswahl finden bzw. anpassen und Methoden zum Umgang mit Ihrer Erkrankung in der Berufswelt kennenlernen und einüben. Oft sind in diesem Alter die "gutgemeinten Empfehlungen" der Eltern den Jugendlichen wenig hilfreich. Eltern sehen ihre Kinder in den Augen der wertschätzenden und stolzen Eltern und steuern oft für ihre Kinder Ziele an, die zu wenig an die realen Ressourcen angepasst sind.

Es soll in dem Workshop darum gehen, die eigene Rolle in der Gesellschaft zu überprüfen, Berufsziele für sich zu erkennen und zu definieren und Alternativen zu entwickeln, so dass Frustrationen einkalkuliert und der nächste Schritt bereits klar ist, um Alternativen weiterzuverfolgen. Junge Menschen mit Tourette-Syndrom brauchen besonders klare Zielsetzungen vor Augen und mögliche Methoden, wie sie mit Misserfolg umgehen und dennoch ihre Ziele erreichen können.

Mit einem Workshop für diese Zielgruppe soll deren Findungs- und Entscheidungsphase gestützt werden. Im Austausch mit anderen ebenso betroffenen jungen Menschen werden sie kennenlernen, dass es viele Wege gibt, seine beruflichen Ziele anzugehen. Sie werden sich mit ihren eigenen Ressourcen und Stärken ebenso auseinandersetzen, als auch mit den Marktbedingungen und möglichen Alternativen, die ihnen zur Verfügung stehen. Ihre Ziele klar zu erkennen, sie realistisch zu definieren und dann Wege der Umsetzung zu planen, soll Ergebnis dieses Workshops sein.

 

 
     

 



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