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Aktivitäten des IVTS e.V. 2011

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Der IVTS e.V. wurde im Oktober 2007 gegründet.
Das Jahr 2011 war für uns in vielerlei Hinsicht ein sehr spannendes,
aufregendes und erfolgreiches Jahr.
An unseren Aktivitäten „Hilfe
zur Selbsthilfe“ aus den letzten Jahren haben wir wie gewohnt
festgehalten. Die vom IVTS angebotene telefonische Beratung (wöchentlich
10h) und die täglich verfügbare Beratung per E-Mail bzw. Seelsorgetelefon
werden sowohl von Betroffenen als auch von Angehörigen und deren
Umfeld sehr gut genutzt. Die Anzahl der Anfragen wächst von Jahr
zu Jahr, zum Bsp. haben wir in diesem Jahr insgesamt knapp 490 Anfragen
per Mail bearbeitet. Einzelne Personen wurden zu speziellen Themen über
eine längere Krisenzeit beraten bzw. begleitet. Dabei ging es meist
um Ermutigung, Coaching und Vermittlung weiterführender Hilfsangebote.
Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Hotline seit dem Sommer
durch einen neuen Mitstreiter, Herr Florian Piecha, ehrenamtlich unterstützt
wird.
Die Gespräche sind oft geprägt von den
existenziellen Sorgen der Eltern hinsichtlich der Zukunftschancen ihrer
Kinder auf ein erfülltes Privat- und Berufsleben, Fragen nach Medizinern,
die sich mit Tics auskennen und Unterstützung bei der Terminvergabe
bei Ärzten, Behörden sowie Fragen zum Umgang mit Tics innerhalb
der Familie bzw. in Bildungseinrichtungen. Bei Eskalationen in Schulen
aufgrund der Symptomatik konnten wir durch Coaching bzw. Einzel- und
Notfallhilfe unterstützen und zur Deeskalation beitragen. Zwei
Lehrer-/Schülerfortbildungen fanden an der Freien Christlichen
Schule Freiburg statt.
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Unser Workshop für Familien
zur Stärkung der Sozialkompetenz und Förderung der Lebensqualität
der Betroffenen und Angehörigen fand in diesem Jahr erstmalig in
den Sommerferien vom 05. bis 08. August 2011 in Manderscheid/Vulkaneifel
statt. Wie auch in den Jahren zuvor waren alle Teilnehmer mit dem Programm
super zufrieden. In diesem Jahr stand den Eltern Dr. Daniel Huys vom
Universitätsklinikum Köln für einen Austausch über
das Krankheitsbild, die medikamentöse Behandlung und über
den Umgang mit Tics bzw. Tourette Syndrom im Alltag zur Verfügung.
Bogenschießen, Bewegungs- und Gruppenspiele, Wahrnehmungsübungen
und kreatives Arbeiten; all diese Übungen, die von den jungen Pädagoginnen
Ira Hölsch und Annabelle Dreier hervorragend geleitet wurden, haben
viele kleine und große positive Erfahrungen ermöglicht und
sichtbar Freude bereitet.
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| Die Eltern wurden von der Sozialpädagogin
Sieglinde Stempel aus Freiburg betreut. Frau Stempel überzeugt in
Ihrer Arbeit besonders durch ihren ressourcenorientierten Ansatz. Die
Kinder und Eltern nahmen vor allem das Gefühl: „Nicht alleine
zu sein“ mit nach Hause. |
Unser Workshop für Frauen zur Burnout-Prävention
fand vom 27.05.-29.05.11 in der Ferienstätte Dorfweil in Schmitten
statt. An diesem Workshop nahmen sieben Frauen teil. In den Familien
stehen die von der Krankheit betroffenen Familienmitglieder sehr im
Fokus und es wundert nicht, dass gerade die Mütter sich selbst
weniger fürsorglich behandeln und sich bei Ihnen Stresssymptome
einstellen.
In Gruppenarbeiten wurden unter Leitung von Frau Stempel Strategien
zur Stressbewältigung vorgestellt und dann individuell auf die
Teilnehmer angepasst.
An unseren Workshops wollen wir aufgrund
der sehr guten Resonanz unbedingt weiter festhalten und planen aktuell
mit Frau Stempel einen zusätzlichen Workshop zum Thema „Tourette
& Partnerschaft“ für das Jahr 2012.
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Es gibt auch weitere Neuigkeiten zum Projekt „Informations-
und Fortbildungs-DVDs zu Tics und Tourette Syndrom“. In diesem
Jahr haben wir uns intensiv nach Unternehmen zur Projektumsetzung umgesehen
und uns schlussendlich für die Produktionsfirma F.M.A. Medizin
entschieden, die bereits mehrere CME-Fortbildungs-DVDs erfolgreich
produziert hat. Allerdings war es notwendig, dafür weitere finanzielle
Mittel zu akquirieren. Unser Projekt wird nun neben Aktion Mensch zusätzlich
vom AOK Bundesverband (Informations-DVD), von der HanseMerkur Versicherung
und von der Fa. Hexal gefördert. Die letzte verbleibende Finanzierungslücke
konnten wir durch unseren Schirmherrn Florian David Fitz schließen,
der einen Teil seines Gewinns in der ZDF-Sendung „Rette die Million“
dem IVTS spendete. Das entgegengebrachte Vertrauen freut uns sehr und
spornt uns an. Wir bedanken uns hierfür ganz herzlich.
Im Oktober 2011 traf sich das Leitungsgremium zu unserem Projekt
„Informations- und Fortbildungs-DVDs zu Tics und Tourette Syndrom“
in Frankfurt. Wir freuen uns sehr über das Engagement von Prof.
Müller-Vahl, Prof. Topka, Prof. Tebartz van Elst, Prof. Rothenberger
und den Vorständen der TGD, die gemeinsam mit uns in diesem Leitungsgremium
aktiv mitwirken. Die medizinische Leitung des Projektes übernahm
Prof. Müller-Vahl. Mitwirken wollen auch Prof. Rössner, Dresden,
Prof. Müller, München, Prof. Münchau, Hamburg, Dr. Neuner,
Aachen und Dr. Ludolph aus Ulm. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam
bis Ende 2012 zwei qualitativ hochwertige DVDs produziert haben werden.
Die medizinische Fortbildung und Aufklärung werden mit diesen
beiden Produkten deutlich und nachhaltig verbessert werden, was sicherlich
zu einer größeren Toleranz gegenüber den Tourette-Betroffenen
führen wird.
Der Kinofilm „Vincent will meer“
mit Florian-David-Fitz wurde in diesem Jahr in die SchulKinoWochen
aufgenommen. Wir haben diese Aktion sehr unterstützt. Innerhalb
der SchulKinoWochen haben bereits im Frühjahr 28.141 Schüler
und Lehrer „Vincent will meer“ gesehen. Das ist ein großer
Erfolg. Die begleitenden Gespräche mit Frau Dr. Ludolph, Frau
Prof. Müller-Vahl und Prof. Rothenberger bewirkten sehr positive
Resonanz, so das Feedback von Vision Kino, dem Veranstalter der SchulKinoWochen.
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Im Juli 2011 kam nun der nächste Film zum
Tourette Syndrom “Ein Tick anders“
in die Kinos. Die warmherzige schauspielerische Leistung der Jasna Fritzi
Bauer vermittelt ein sympathisches Bild einer liebenswerten Betroffenen,
die mit Power und Kreativität sowohl das eigene als auch das Leben
der Familie meistert. Sie tritt damit dem Eindruck entgegen, dass vom
Tourette Betroffene merkwürdige Menschen seien. Durch die sensible
und lebensbejahende Verfilmung wurden einmal mehr Hoffnung, Zuversicht
und der Aufruf zur Toleranz mit dem Anderssein vermittelt. Wir haben
daher, gemeinsam mit der TGD, die verschiedenen Preview Veranstaltungen
persönlich begleitet und können diesen Kinofilm gerne weiter
empfehlen.
Bei unseren Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit
wurden wir im April dieses Jahres erneut durch Berthold Schmidt von
der SHG Würzburg am "Tag der seltenen Erkrankungen"
und später mit einem Informationsstand
über Tics & Tourette im Rahmen des Hauptthemas "ADHS
im Erwachsenenalter" vertreten. Die SHG Freiburg bot einen Informationsstand
zur CFT Messe Freiburg im März 2011. Herzlichen Dank dafür.
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Betroffene und Angehörige scheuen nach wie vor den Weg in die
Selbsthilfegruppen und bevorzugen den anonymen
Austausch per Mail-Anfragen oder in Online-Selbsthilfe-Foren. Aus unserer
Sicht ist dieses Verhalten aufgrund der sozial auffälligen Symptomatik
nachvollziehbar und die regionale Hilfe der Selbsthilfegruppen wird
leider weniger intensiv genutzt als bei anderen Erkrankungen. Wir möchten
erneut dazu ermuntern, die Treffen der Selbsthilfegruppen zu besuchen
oder gar Selbsthilfegruppen zu gründen, da der persönliche
Austausch neue Wege im Umgang mit Tics ermöglichen kann, die sich
im Mailkontakt nicht so gut kommunizieren lassen. Wir stehen Ihnen
mit unseren Erfahrungen gerne zur Seite.
Vertreter des Vorstandes und unser Leiter des DVD Projekts, Rene
Tober, nahmen auch in diesem Jahr am DGPPN
(Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie
und Nervenheilkunde) in Berlin und an der Tagung der Tourette Gesellschaft
in Dresden teil, um Vorträge zu besuchen, neue Kontakte zu knüpfen
und den Austausch mit den TGD Vorständen, Mitgliedern und vor
allem auch Referenten zu suchen.
Im Rahmen unserer Mitgliederversammlung konnten wir einen interessanten
Vortrag zum Neurofeedback mit Dr. Härtling
und Dr. Richter vom SPZ Frankfurt anbieten.
Über unseren regelmäßigen Newsletter
informieren wir unsere Mitglieder und User u. a. zu aktuellen weltweiten
Forschungsergebnissen, die wir in die deutsche Sprache übersetzen.
Mit diesem Angebot können wir die große Nachfrage nach Informationen
aus dem Forschungsbereich stillen.
Seit April 2010 ist der IVTS e.V. Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe (BAG). Die BAG Selbsthilfe ist
ein Zusammenschluss von derzeit 109 bundesweit aktiven Selbsthilfeverbänden
behinderter und chronisch kranker Menschen und nimmt als Dachverband
Einfluss auf sozialpolitische Entscheidungen auf allen staatlichen
Ebenen.
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Der IVTS e.V. wurde für den Deutschen
Engagement-Preis 2011 für die Kategorie „Gemeinnütziger
dritter Sektor“ nominiert. Der Deutsche Engagement-Preis zeichnet
regelmäßig Projekte in den Kategorien Dritter Sektor, Einzelperson,
Wirtschaft, Politik & Verwaltung sowie 2011 in der Schwerpunktkategorie
„Engagement von Älteren“ aus.
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| Unsere Förderer
8.000 € Gemeinschaftsförderung der Krankenkassen
– Pauschalförderung
6.025 € Techniker Krankenkasse - Projektbezogene Förderung
11.400 € AOK Bundesverband - Projektbezogene Förderung (inkl.
Übertrag aus 2011)
12.500 € Spende Florian David Fitz im Rahmen der Sendung „Rette
die Million“
1.000 € Hexal AG - Spende
1.190 € Florian David Fitz Facebook-Fanseite - Spende
130 € Florian David Fitz Forum - Spende
und viele weitere Spender/innen
Im Jahr 2011 erzielten wir Einnahmen in Höhe
von 40.352,85 €. Diesem Betrag standen Kosten in Höhe von
35.924,27 € gegenüber, so dass ein positives Ergebnis in Höhe
von 4.428,58 € in das Jahr 2012 übertragen werden konnte.
Herzlichen Dank
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Förderern
und Spendern für die Anerkennung und Unterstützung!
Wir bedanken uns weiterhin herzlich bei unseren SHG-Leitern und telefonischen
Ansprechpartnern, die vor Ort ehrenamtlich helfen und den IVTS bei Veranstaltungen
mit Informationsständen vertreten ebenso bei unserem Redaktionsteam,
unserem wissenschaftlichen Beirat, unserer Startsocial-Expertin Sabine
Kraft und bei allen anderen Helfern.
Wir freuen uns auf unsere Projekte im Jahr 2012, auf
unser 5-jähriges Jubiläum und auf viel Input und Unterstützung
unserer Mitglieder, Förderer und Interessenten.
Ihr Vorstand
des IVTS e.V.
Endingen, 07. Januar 2012
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| So helfen Sie uns helfen! |
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Die Projekte des IVTS lassen sich nicht allein
durch Idealsismus und ehrenamtliche Arbeit realisieren, alle Vorhaben
sind auch mit einem finanziellem Aufwand verbunden. Bei der Entwicklung
unserer Projekte legen wir besonders großen Wert auf Qualität
und Nachhaltigkeit.
Das Tempo für die Realisierung unserer Projekte
ist weitgehend davon abhängig, welche Geldmittel uns zur Verfügung
stehen. Personal- und Verwaltungskosten werden durch ehrenamtlich tätige
Mitarbeiter vermieden, da wir keinerlei Vergütung beziehen.
Fördern auch Sie betroffene
Kinder und Erwachsene durch Ihre einmalige oder regelmäßige
Spende.
Sie helfen uns auch durch Ihren Beitritt zum IVTS e.V. Die
Einzelmitgliedschaft ist beitragsfrei.
Der Mindestbeitrag für die Fördermitgliedschaft beträgt nur 5,00 €
pro Monat.
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| Online-
Spendenformular |
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| Online-Mitgliedsantrag |
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Vielen Dank für Ihre Hilfe!
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