Glossar medizinischer Fachausdrücke

| radioaktiver
Tracer | s. Tracer |
| randomised
controlled study |
engl.
randomisierte kontrollierte Studie |
| randomisierte
kontrollierte Studie |
eine
kontrollierte Studie, bei der die
Zuteilung der
Studienteilnehmer zur Interventionsgruppe (neue Behandlung) oder
Kontrollgruppe (bereits etablierte Behandlung / Placebo) zufällig
erfolgt. Dieses Design einer Studie gilt als das aussagekräftigse und
am wenigsten fehleranfällige medizinische Studiendesign. engl.
randomised controlled trial |
| reactive inhibition |
engl.
reaktive Hemmung |
| reaktive Hemmung |
Psychologie,
im Laufe der ständigen Wiederholung einer Handlung zunehmende Ermüdung,
engl.
reactive inhibition |
| Reaktionshemmung |
Psychologie,
Teil der exekutiven Funktionen, umfasst 1.
Hemmung bereits
erlernter Reaktionen, 2. Unterbrechung einer soeben ablaufenden
Handlung, 3. Kontrolle ablenkender bzw. eine Handlung unterbrechender
Reize; eine verminderte Reaktionshemmung mit daraus resultierender
Störung anderer exekutiver Funktionen wird mit AHDS in Zusammenhang
gebracht. engl.
response inhibition |
| referral
bias | engl.
Zuweisungsbias |
| Reflexniveau |
Neurologie,
Begriff, mit dem beschrieben wird, wie stark ausgeprägt die Reflexe
einer Person sind | | refractory |
engl.
refraktär (unempfänglich, nicht beeinflussbar) |
| refraktär |
unempfänglich,
nicht beeinflussbar | | Regressionanalyse
| Statistik,
ein Verfahren, mit der die
Abhängigkeit einer Größe von verschiedenen Einflussfaktoren untersucht
werden kann | | Rekrutierungsparameter |
Statistik,
Kriterien, die beim Auswählen eines Studienteilnehmers berücksichtigt
werden, s.a. Einschlusskriterium |
| REM-Schlaf | Abk.
für
engl. rapid
eye movements, auch paradoxer Schlaf, ca. viermal in einem
normalen Nachtschlaf auftretende Phase, die durch rasche, ruckartige
Augenbewegungen charakterisiert ist; die Hirnströme ( EEG) in
dieser Phase sind denen im Wachzustand sehr ähnlich, die Muskulatur
dagegen ist entspannt. |
| Remission | vorübergehende
Besserung | | Residualsymptomatik
| Symptome, die nach
Beendigung einer
Behandlung noch vorhanden sind |
| respiratorisch |
die Atmung
betreffend, atmungsbedingt, engl.
respiratory |
| responder |
ein Patient,
bei dem eine Bahandlung den gewünschten Erfolg zeigt |
| Restless-Legs-Syndrom |
v.a.
nachts und im Liegen auftretende schmerzhafte Empfindungen in den
Beinen mit resultierender Bewegungsunruhe |
| Retardpräparat
| Arzneimittel
mit gezielt verlängerter Wirkdauer; bei Retardpräparaten müssen
Patienten weniger häufig eine Tabletten schlucken, als bei einem
normalen Präparat. | | Retinopathie
| Oberbegriff für Erkrankungen
der Netzhaut
des Auges, die nicht auf einer Entzündung beruhen, engl. retinopathy |
| retrospektive
Studie |
eine
Studienform, bei der bereits bestehende Daten zur Überprüfung einer
Hypothese verwendet werden; diese Art von Studie ist weniger
aussagekräftig, als die prospektive Studie. engl. retrospective
study | | Rezeptor |
Struktur
im Organismus, die bestimmte Reize zu empfangen vermag und eine darauf
beruhende Folgereaktion vermittelt; meistens im Sinne eines
Eiweßmoleküls, das sich auf der Oberfläche oder in einer Zelle befindet
und nach Bindung eines chemischen Stoffs in der Zelle eine
Weiterleitung der chemischen Information auslöst. Im Zusammenhang mit
Sinneswahrnehmungen werden auch zelluläre Strukturen, die auf
physikalische oder chemische Reize (z.B. Licht) reagieren, als
Rezeptoren bezeichet. engl.
receptor |
| rezidiver
Ileus | wiederkehrender
Darmverschluss, s.a. Ileus |
| Rhabdomyolyse |
Auflösung
von Muskelfasern (Skelettmuskulatur), engl. rhabdomyolysis |
| rheumatisches
Fieber |
ca.
zwei Wochen nach einer Infektion mit bestimmten Bakterien
(beta-hämolysierende Streptokokken Gruppe A)
aufretende
Entzündungsreaktion, betrifft Gelenke, Herz, Haut und Gehirn, engl.
rheumatic fever | | Richtgrößenprüfung |
Wirtschaftlichkeitsprüfung
für vom Arzt verordnete Medikamente |
| RNA |
Ribonucleinsäure,
ein DNA-ähnliches Molekül, dient u.a. der Herstellung von
Eiweißmolekülen nach den genetischen Informationen der DNA |
Dieses Glossar wurde von Gregor
Wenzel in Zusammenarbeit mit dem IVTS erstellt.
Die
Erkenntnisse in der Medizin unterliegen laufendem Wandel durch
Forschung und klinische Erfahrungen. Der Autor dieses Glossars hat
große Sorgfalt darauf verwendet, dass die hier gemachten Angaben
(insbesondere zu Therapieverfahren und Arzneimitteln) dem derzeitigen
Wissensstand entsprechen. Jedoch können Autor und der Verband IVTS e.V.
keine Gewähr für diese Informationen übernehmen.
Literaturreferenzen: 1. Roche Lexikon
Medizin, 5. Aufl., Urban & Fischer, 2003 2.
Duden, Das Wörterbuch medizinische Fachausdrücke, 6. Aufl.,
Dudenverlag, 1998 3. Poeck, Hacke, Neurologie, 12.
Auflage, Springer, 2006 4. Faller, Lang,
Medizinische Psychologie und Soziologie, 2. Aufl., Springer, 2006 5.
Reuter, Dictionary of Clinical Medicine, Thieme, 1997 6.
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 261. Aufl., de Gruyter,
2007 7. Berlit, Klinische Neurologie, 2. Aufl.,
Springer, 2006 8. Murken et al.,
Humangenetik, 7. Auflage, Thieme,2006 9.
Buselmaier, Humangenetik, 4. Aufl., Springer, 2007 10.
Aktories et.al., Pharmakologie und Toxikologie, 10. Aufl., Elsevier,
2009 11. Tölle, Windgassen, Psychiatrie einschließlich
Psychotherapie, 15. Aufl., Springer, 2009 12. Rupprecht, Roter
Faden Psychiatrie und Psychotherapie, Wiss. Verl.-Ges. Stuttgart, 2006 13. Schünke, Schulte, Schumacher, Prometheus - Kopf und Neuroanatomie, Thieme, 2006 14. Klinke, Pape, Silbernagl, Physiologie, 5. Aufl., Thieme, 2005 15. Schmidt, Lang, Physiologie des Menschen, 30. Aufl. Springer, 2007
|