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Glossar medizinischer Fachausdrücke


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Z

 

Zentralnervensystem Abk. ZNS, Gehirn und Rückenmark, im Schädel und im Wirbelkanal befindlicher Teil des Nervensystems, engl. central nervous system
Zerebellum s. Kleinhirn
zerebral das Gehirn betreffend
Zerebrum s. Großhirn
Zirbeldrüse auch Corpus pineale, Epiphyse, Glandula pinealis, Hormondrüse im Gehirn, erhält über mehrere Zwischenstationen Impulse aus der Netzhaut des Auges, schüttet v.a. bei Dunkelheit das Hormon >Melatonin aus, ist an tageszeitabhängigen Regulationsmechanismen beteiligt, engl. pineal body
ZNS Abk. für >Zentralnervensystem
Zöliakie auch Sprue, Verdauungstörung durch Gluten-Unverträglichkeit
Zuweisungsbias Statistik, ein statistischer Fehler beim Vergleich der Behandlungserfolge verschiedener Institutionen; spezialisierte Zentren behandeln häufiger Patienen mit schwerem Krankheitsverlauf und schneiden deshalb beim Behandlungserfolg scheinbar schlechter ab. engl. referral bias
Zwangsstörung Patienten mit Z. werden von psychischen Impulsen, Gedanken oder Handlungen beherrscht, die ihnen selbst als nicht gemäß und unsinnig erscheinen; typische zwanghafte Handlungen sind Waschen, Wiederholen von alltäglichen Vorgängen und Kontrollieren z.B. von Elektrogeräten. Obwohl den Patienten die Unsinnigkeit ihres Verhaltens bewusst ist, stellt sich beim Versuch die Zwangshandlng zu unterdrücken ein Angstgefühl ein. Nach einer Zwangshandlung empfinden die Patienten dagegen ein Gefühle der Beruhigung, was eine "Belohnung" für das Zwangsverhalten darstellt und dazu führt, dass das Verhalten beibehalten wird. engl. compulsion
Zwischenhirn auch Diencephalon
Zyklothymie alter Begriff für die >bipolare Störung
Zytochrom s. Cytochrome
Zytogenetik Zweig der Genetik, der sich mit dem Zusammenhang zwischen äußerlich beobachtbaren, erblichen Merkmalen und dem Erbgut der einzelnen Zelle befasst, engl. cytogenetics
Zytokine Stoffe, die von Zellen (insbesondere von weißen Blutkörperchen) ausgeschüttet werden und das Immunsystem beeinflussen; besonders wichtig ist diese Wirkung bei Entzündungen.
Zytopenie Verminderung der Zellzahl (meistens sind Blutzellen gemeint), engl. cytopenia
Zytoplasma von der Zellmembran umschlossene Flüssigkeit mit verschiedenen Strukturen (Zellorganellen), die spezielle Aufgaben in der Zelle erfüllen. Obwohl auch der Zellkern im Zytoplasma liegt, wird der Zellkern nicht zum Zytoplasma gezählt.
zytotoxische T-Lymphozyten Gruppe der weißen Blutkörperchen, die in der Lage sind bestimmte, körpereigene Zellen anhand von Molekülen auf der Zelloberfläche zu erkennen und abzutöten. Dies ist z.B. sinnvoll wenn die körpereigene Zelle von einem Virus befallen ist.

Dieses Glossar wurde von Gregor Wenzel in Zusammenarbeit mit dem IVTS erstellt.

Die Erkenntnisse in der Medizin unterliegen laufendem Wandel durch Forschung und klinische Erfahrungen. Der Autor dieses Glossars hat große Sorgfalt darauf verwendet, dass die hier gemachten Angaben (insbesondere zu Therapieverfahren und Arzneimitteln) dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Jedoch können Autor und der Verband IVTS e.V. keine Gewähr für diese Informationen übernehmen.

Literaturreferenzen:

1.   Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl., Urban & Fischer, 2003
2.   Duden, Das Wörterbuch medizinische Fachausdrücke, 6. Aufl., Dudenverlag, 1998
3.   Poeck, Hacke, Neurologie, 12. Auflage, Springer, 2006
4.   Faller, Lang, Medizinische Psychologie und Soziologie, 2. Aufl., Springer, 2006
5.   Reuter, Dictionary of Clinical Medicine, Thieme, 1997
6.   Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, 261. Aufl., de Gruyter, 2007
7.   Berlit, Klinische Neurologie, 2. Aufl., Springer, 2006
8.   Murken et al., Humangenetik, 7. Auflage, Thieme,2006
9.   Buselmaier, Humangenetik, 4. Aufl., Springer, 2007
10. Aktories et.al., Pharmakologie und Toxikologie, 10. Aufl., Elsevier, 2009
11. Tölle, Windgassen, Psychiatrie einschließlich Psychotherapie, 15. Aufl., Springer, 2009
12. Rupprecht, Roter Faden Psychiatrie und Psychotherapie, Wiss. Verl.-Ges. Stuttgart, 2006
13. Schünke, Schulte, Schumacher, Prometheus - Kopf und Neuroanatomie, Thieme, 2006
14. Klinke, Pape, Silbernagl, Physiologie, 5. Aufl., Thieme, 2005
15. Schmidt, Lang, Physiologie des Menschen, 30. Aufl. Springer, 2007

 

 



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