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Insgesamt haben sich 8 Familien für diesen Workshop angemeldet,
eine Familie musste leider aus gesundheitlichen Gründen am Anreisetag
absagen.
Die zwölf Eltern und insgesamt zehn Kinder haben
eine fruchtbare, erholsame und arbeitsreiche Zeit miteinander verbracht.
Sowohl die äußeren Bedingungen des Hüttendorfes als
auch das Workshop-Programm hat den Eltern und Kindern gut getan und
sie in ihrer besonderen Lebenssituation gestärkt.
Die Unterkünfte und die Tagungsräume waren rustikal, das Essen
lecker und das Wetter war sehr durchwachsen. Trotzdem konnten sich die
Kinder viel an der frischen Luft bewegen und in der Natur Gemeinsamkeit
erleben Alle waren begeistert bei der Sache und haben sich auf die vorbereiteten
Angebote engagiert eingelassen. Mit viel Kreativität wurden die
Arbeitsthemen aufgegriffen und die Ergebnisse haben sowohl die Teilnehmer
als auch uns immer wieder aufs Neue überrascht.
Der Familienworkshop begann am Freitagmittag. Die
Familien fanden sich nach und nach in dem Jugend-Hütten-Dorf Manderscheid
ein. Beim Mittagstisch gab es zunächst eine kurze Begrüßung
durch die Seminarleiterinnen, organisatorische Hinweise sowie Informationen
über den Programmablauf.
Nach dem leckeren Mittagessen wurde das Programm mit
einer Vorstellungsrunde eingeläutet. Dabei war jede Familie aufgefordert
gemeinsam einen kreativen Steckbrief zu gestalten und diesen vor ihrer
eigenen Hütte anzubringen. Danach besuchte die Teilnehmerrunde
von Hütte zu Hütte jede Familie, um der Präsentation
des Familiensteckbriefes neugierig zu lauschen.
Unter dem Motto "Abenteuer Indianer" haben
Ira Hölsch und Annabelle Dreier ein pädagogisches Konzept
ausgearbeitet, das von Kennenlernen und Aufzeigen der eigenen Stärken
durch sich und andere, über Grenzerfahrungen in der Natur (Flussdurchquerung,
Sinneswahrnehmungsübungen, Vertrauensübungen) bis hin zu Kooperationsübungen
und Reflexion über die Thematik des sozialen Miteinanders reichte.
So begann am Freitagabend für die Kinder das separate Programm.
Die Eltern hatten während dessen die Gelegenheit,
sich in entspannter Runde mit Dr. Daniel Huys vom Universitätsklinikum
Köln über das Krankheitsbild, die medikamentöse Behandlung
und über den Umgang im Alltag auszutauschen.
Von Samstagmorgen bis zum Nachmittag begaben sich
die Betreuerinnen mit den Kindern auf „Indianerwanderung“.
Dabei gab es für die „Indianerkinder“ im Rahmen der
Erlebnispädagogik einige Aufgaben zu bewältigen.
Am frühen Nachmittag kamen die Kinder wieder
mit ihren Eltern zusammen. Da das Freibad aufgrund schlechten Wetters
geschlossen war, ging es stattdessen gemeinsam zur Burg von Niedermanderscheid,
wo die Familien bei Kaffee und Eis gemütlich zusammensitzen konnten.
Nach dem Grillen versammelten sich die Pädagoginnen
mit den Eltern, um gemeinsam mit ihnen die Wanderung mit den Kindern
zu besprechen. Dabei wurde besonders individuell auf das Verhalten jedes
Kindes eingegangen und es wurde den Eltern Gelegenheit gegeben, sich
ein fachliches Feedback über ihre Kinder und deren Stellung in
der Gruppe einzuholen.
Am Abend klang der erlebnisreiche Tag schließlich bei einer gemeinsamen
Runde um das Lagerfeuer aus.
Am Sonntagvormittag galt es für die „Indianerkinder“
die letzte große Herausforderung zu bewältigen. Diese Aufgabe
forderte ein hohes Maß an Teamwork.
Begleitet von der Sozialpädagogin Sieglinde Stempel,
haben die Eltern in diesem Jahr sehr intensiv an folgenden Themen gearbeitet:
Stärkung des Sozialverhaltens der Kinder, Förderung der sozialen
Verträglichkeit, Umgang mit den eigenen Gefühlen – wie
geht es mir als Elternteil damit, ein an Tourette erkranktes Kind zu
haben, Was heisst eigentlich "anders" sein", Wie lassen
sich Phasenübergänge: z.B. Schulwechsel optimnal gestalten
und unterstützen, Umsetzung einer altersgemäße Erziehung
trotz vorhandenen Ängste um das eigene Kind.
Im Rahmen der Einzelberatung konnte für eine
Familie nach Lösungen für die anstehenden aktuellen Probleme
geschaut werden.
Der Erfahrungsaustausch der Eltern wurde zu unterschiedlichen
Zeiten während des Workshops genutzt. Manches ergab sich spontan,
manchmal wurden gezielt Zeiten dafür eingeplant.
Bei der am Samstag in der Früh angebotenen „Walking-Gruppe“
ging es nicht nur um das morgendliche in Bewegung kommen, sondern auch
darum, die Zeit sinnvoll „für sich selbst“ nutzen zu
lernen.
Das Konzept unserer Workshops ist nach einem ressourcenorientierten
Ansatz aufgebaut. D.h. wir schauen dabei weniger auf die Schwächen
und Probleme, sondern bevorzugt auf die Stärken und Kompetenzen
(Ressourcen) von Kindern und ihrem sozialen Umfeld.
Mit Unterstützung der beiden Pädagoginnen
Ira Hölsch und Annabelle Dreier konnten die Kinder sehr schnell
zu einer Gruppe zusammenwachsen.
Ob betroffenes Kind oder Geschwisterkind spielte im Nu keine Rolle mehr.
Hier stand im Mittelpunkt:
„Ich bin wie ich bin und das ist gut so“
Bewegungs- und Gruppenspiele, Wahrnehmungsübungen
und kreatives Arbeiten haben viele kleine und große positive Erfahrungen
ermöglicht und sichtbar Freude gemacht.
Nachdem die 3 Pädagoginnen verabschiedet wurden,
stand am Sonntagnachmittag für die Familien Bogenschießen
auf dem Plan. Dabei wurden Eltern und Kinder in zwei getrennte Gruppen
aufgeteilt. Nachdem sich alle mit dem Bogen vertraut gemacht hatten,
konnte es auch schon losgehen. Zunächst wurde die Technik geübt.
Nach der Übungsphase kamen die ersten Zielscheiben zum Einsatz.
Die nächste Schwierigkeitsstufe bildete das Zielen auf einen Luftballon.
Bei den Erwachsenen wurde das Training mit einem Gruppen-Wettbewerb
abgeschlossen.
Die Zeit am Montagvormittag war dem Erfahrungsaustauschd
und dem Packen vorbehalten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hieß
es auch schon Abschied nehmen. So nahm der erlebnisreiche und gelungene
Familienworkshop schließlich sein Ende.
Sowohl die Eltern als auch wir als Veranstalter haben erlebt, wie
sich die Kinder innerhalb weniger Stunden öffneten und welche Ressourcen
in ihnen stecken.
Die Eltern konnten sowohl aus der Pädagogischen
Begleitung, als auch aus der ärztlichen Fragerunde viele Erkenntnisse
mitnehmen. Die Erleichterung durch das Erlebnis „Wir sind nicht
alleine mit unserer Situation“ – was besonders durch den
persönlichen Erfahrungsaustausch und innerhalb der Themenarbeit
der Eltern reflektiert wurde - hat vieles in Bewegung gebracht! Die
Eltern und die Kinder möchten unbedingt in Kontakt bleiben.
Sowohl die Eltern, als auch die Kinder haben Tage
der „Fülle“ und Spannung erlebt und gehen mit einem
guten und gestärkten Selbstbewusstsein weiter ihren Weg!
Für uns als Veranstalter und für die Referenten
war das Strahlen der Kinder und Eltern während der gemeinsamen
Tage ein Feedback, welches uns irre freut.
Ein großes Dankeschön geht an alle Seminarleiterinnen,
die sich mit größtem Eifer und Engagement der Organisation
und Gestaltung dieses Workshops gewidmet haben!
Na dann bleibt nur noch zu sagen; Freuen wir uns auf den nächsten
Familienworkshop!
Wir bedanken uns ganz besonders in Namen aller Teilnehmer
bei unseren Partnern, die uns die Finanzierung des Workshops ermöglichten.
Techniker Krankenkasse

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