Interessenverband Tic & Tourette
InteressenVerband Tic & Tourette Syndrom e.V.
 
Home
Impressum

 

# # #

 

Workshop für Familien

ein Projekt des InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom e.V.
vom 05. bis 08. August 2011 in Manderscheid/Vulkaneifel


Insgesamt haben sich 8 Familien für diesen Workshop angemeldet, eine Familie musste leider aus gesundheitlichen Gründen am Anreisetag absagen.

Die zwölf Eltern und insgesamt zehn Kinder haben eine fruchtbare, erholsame und arbeitsreiche Zeit miteinander verbracht.
Sowohl die äußeren Bedingungen des Hüttendorfes als auch das Workshop-Programm hat den Eltern und Kindern gut getan und sie in ihrer besonderen Lebenssituation gestärkt.
Die Unterkünfte und die Tagungsräume waren rustikal, das Essen lecker und das Wetter war sehr durchwachsen. Trotzdem konnten sich die Kinder viel an der frischen Luft bewegen und in der Natur Gemeinsamkeit erleben Alle waren begeistert bei der Sache und haben sich auf die vorbereiteten Angebote engagiert eingelassen. Mit viel Kreativität wurden die Arbeitsthemen aufgegriffen und die Ergebnisse haben sowohl die Teilnehmer als auch uns immer wieder aufs Neue überrascht.

Der Familienworkshop begann am Freitagmittag. Die Familien fanden sich nach und nach in dem Jugend-Hütten-Dorf Manderscheid ein. Beim Mittagstisch gab es zunächst eine kurze Begrüßung durch die Seminarleiterinnen, organisatorische Hinweise sowie Informationen über den Programmablauf.

Nach dem leckeren Mittagessen wurde das Programm mit einer Vorstellungsrunde eingeläutet. Dabei war jede Familie aufgefordert gemeinsam einen kreativen Steckbrief zu gestalten und diesen vor ihrer eigenen Hütte anzubringen. Danach besuchte die Teilnehmerrunde von Hütte zu Hütte jede Familie, um der Präsentation des Familiensteckbriefes neugierig zu lauschen.

Unter dem Motto "Abenteuer Indianer" haben Ira Hölsch und Annabelle Dreier ein pädagogisches Konzept ausgearbeitet, das von Kennenlernen und Aufzeigen der eigenen Stärken durch sich und andere, über Grenzerfahrungen in der Natur (Flussdurchquerung, Sinneswahrnehmungsübungen, Vertrauensübungen) bis hin zu Kooperationsübungen und Reflexion über die Thematik des sozialen Miteinanders reichte. So begann am Freitagabend für die Kinder das separate Programm.

Die Eltern hatten während dessen die Gelegenheit, sich in entspannter Runde mit Dr. Daniel Huys vom Universitätsklinikum Köln über das Krankheitsbild, die medikamentöse Behandlung und über den Umgang im Alltag auszutauschen.

Von Samstagmorgen bis zum Nachmittag begaben sich die Betreuerinnen mit den Kindern auf „Indianerwanderung“. Dabei gab es für die „Indianerkinder“ im Rahmen der Erlebnispädagogik einige Aufgaben zu bewältigen.

Am frühen Nachmittag kamen die Kinder wieder mit ihren Eltern zusammen. Da das Freibad aufgrund schlechten Wetters geschlossen war, ging es stattdessen gemeinsam zur Burg von Niedermanderscheid, wo die Familien bei Kaffee und Eis gemütlich zusammensitzen konnten.

Nach dem Grillen versammelten sich die Pädagoginnen mit den Eltern, um gemeinsam mit ihnen die Wanderung mit den Kindern zu besprechen. Dabei wurde besonders individuell auf das Verhalten jedes Kindes eingegangen und es wurde den Eltern Gelegenheit gegeben, sich ein fachliches Feedback über ihre Kinder und deren Stellung in der Gruppe einzuholen.
Am Abend klang der erlebnisreiche Tag schließlich bei einer gemeinsamen Runde um das Lagerfeuer aus.

Am Sonntagvormittag galt es für die „Indianerkinder“ die letzte große Herausforderung zu bewältigen. Diese Aufgabe forderte ein hohes Maß an Teamwork.

Begleitet von der Sozialpädagogin Sieglinde Stempel, haben die Eltern in diesem Jahr sehr intensiv an folgenden Themen gearbeitet: Stärkung des Sozialverhaltens der Kinder, Förderung der sozialen Verträglichkeit, Umgang mit den eigenen Gefühlen – wie geht es mir als Elternteil damit, ein an Tourette erkranktes Kind zu haben, Was heisst eigentlich "anders" sein", Wie lassen sich Phasenübergänge: z.B. Schulwechsel optimnal gestalten und unterstützen, Umsetzung einer altersgemäße Erziehung trotz vorhandenen Ängste um das eigene Kind.

Im Rahmen der Einzelberatung konnte für eine Familie nach Lösungen für die anstehenden aktuellen Probleme geschaut werden.

Der Erfahrungsaustausch der Eltern wurde zu unterschiedlichen Zeiten während des Workshops genutzt. Manches ergab sich spontan, manchmal wurden gezielt Zeiten dafür eingeplant.
Bei der am Samstag in der Früh angebotenen „Walking-Gruppe“ ging es nicht nur um das morgendliche in Bewegung kommen, sondern auch darum, die Zeit sinnvoll „für sich selbst“ nutzen zu lernen.

Das Konzept unserer Workshops ist nach einem ressourcenorientierten Ansatz aufgebaut. D.h. wir schauen dabei weniger auf die Schwächen und Probleme, sondern bevorzugt auf die Stärken und Kompetenzen (Ressourcen) von Kindern und ihrem sozialen Umfeld.

Mit Unterstützung der beiden Pädagoginnen Ira Hölsch und Annabelle Dreier konnten die Kinder sehr schnell zu einer Gruppe zusammenwachsen.
Ob betroffenes Kind oder Geschwisterkind spielte im Nu keine Rolle mehr. Hier stand im Mittelpunkt:

„Ich bin wie ich bin und das ist gut so“

Bewegungs- und Gruppenspiele, Wahrnehmungsübungen und kreatives Arbeiten haben viele kleine und große positive Erfahrungen ermöglicht und sichtbar Freude gemacht.

Nachdem die 3 Pädagoginnen verabschiedet wurden, stand am Sonntagnachmittag für die Familien Bogenschießen auf dem Plan. Dabei wurden Eltern und Kinder in zwei getrennte Gruppen aufgeteilt. Nachdem sich alle mit dem Bogen vertraut gemacht hatten, konnte es auch schon losgehen. Zunächst wurde die Technik geübt. Nach der Übungsphase kamen die ersten Zielscheiben zum Einsatz. Die nächste Schwierigkeitsstufe bildete das Zielen auf einen Luftballon. Bei den Erwachsenen wurde das Training mit einem Gruppen-Wettbewerb abgeschlossen.

Die Zeit am Montagvormittag war dem Erfahrungsaustauschd und dem Packen vorbehalten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hieß es auch schon Abschied nehmen. So nahm der erlebnisreiche und gelungene Familienworkshop schließlich sein Ende.

Sowohl die Eltern als auch wir als Veranstalter haben erlebt, wie sich die Kinder innerhalb weniger Stunden öffneten und welche Ressourcen in ihnen stecken.

Die Eltern konnten sowohl aus der Pädagogischen Begleitung, als auch aus der ärztlichen Fragerunde viele Erkenntnisse mitnehmen. Die Erleichterung durch das Erlebnis „Wir sind nicht alleine mit unserer Situation“ – was besonders durch den persönlichen Erfahrungsaustausch und innerhalb der Themenarbeit der Eltern reflektiert wurde - hat vieles in Bewegung gebracht! Die Eltern und die Kinder möchten unbedingt in Kontakt bleiben.

Sowohl die Eltern, als auch die Kinder haben Tage der „Fülle“ und Spannung erlebt und gehen mit einem guten und gestärkten Selbstbewusstsein weiter ihren Weg!

Für uns als Veranstalter und für die Referenten war das Strahlen der Kinder und Eltern während der gemeinsamen Tage ein Feedback, welches uns irre freut.

Ein großes Dankeschön geht an alle Seminarleiterinnen, die sich mit größtem Eifer und Engagement der Organisation und Gestaltung dieses Workshops gewidmet haben!
Na dann bleibt nur noch zu sagen; Freuen wir uns auf den nächsten Familienworkshop!

Wir bedanken uns ganz besonders in Namen aller Teilnehmer bei unseren Partnern, die uns die Finanzierung des Workshops ermöglichten.

Techniker Krankenkasse

Technker Krankenkasse


Unser Dozenten-Team

Sieglinde Stempel
Diplom Sozialpädagogin

Pro Team Freiburg
Organisations- und Personalentwicklung

Sieglinde Stempel
   

Annabelle Dreier
Pädagogische Hochschule Freiburg
Studium Diplom Erziehungswissenschaften
Schwerpunkt Sozialpädagogik

Erfahrungen in der Jugend-und Bildungsarbeit, sowie in der Arbeit mit psychisch belasteten Jugendlichen

   
Ira Hölsch
Staatlich anerkannte Jugend- und Heimerzieherin

Studium Soziale Arbeit

Erfahrungen in der Jugendarbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen

   
   
Neu! Workshoo für Familien 2012
 
Projektdokumentation und Impressionen des Workshops 2010
   
   

Bestimmungen zum Datenschutz:

Die Daten werden vom IVTS e.V. vertraulich und gemäß den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt und in Zusammenhang mit diesem Workshop gespeichert. Die Teilnehmer sind jederzeit berechtigt, der Speicherung zu widersprechen.

 

 



Home

Folgen Sie uns

Besuchen Sie uns auf Facebook
 


Tel.-Hotline:

Vorwahl 01805
Ruf-Nr. 500108*

Mo 10-12 Uhr
Mo/Di 20-22 Uhr
Do/Fr 10-12 Uhr

(*0,14 €/Min.
aus dem dt.
Festnetz; max.
0,42 €/Min.
aus den dt.
Mobilfunknetzen)

Telefon-
Seelsorge

 
 
 
 
 
Vincent will meer
Kinofilm zum Tourette Syndrom
 
 
Links
 

© IVTS 2006 - 2012