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Tourette Syndrom
 
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Verständnis für die Behinderung beim Tourette-Syndrom

Tourette Syndrome Neurodevelopmental Clinic, Department of Psychiatry, University of Toronto, Canada
Dev Med Child Neurol. Oktober 2008

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, zu verstehen, wie Kinder mit Tourette-Syndrom mit oder ohne ADHD und/oder Zwangsverhalten ihre Behinderung erfahren.

Kinder an zwei Tourette Syndrom-Zentren konnten an der Studie teilnehmen. Die Ärzte ermittelten die grundlegenden Informationen und bewerteten die Schwere der Tics mit Hilfe von Scoring-Systemen und die Eltern füllten zusätzlich einen Fragebogen zur physischen und psychischen Gesundheit aus. 71 Kinder (56 männlich, 15 weiblich) (mittleres Alter 11 Jahre, 2 Monate (7-17 Jahre) [SD 3 Jahre 1Monat]), wurden in folgenden Untergruppen analysiert: nur Tourette Syndrom (n ), Tourette Syndrom +ADHD (n"), Tourette Syndrom +ADHD+OCD (n), and Tourette Syndrom +OCD (n).

Sämtliche Bewertungen der psychosozialen Domäne waren für Tourette Syndrom + ADHD and Tourette Syndrom +ADHD+OCD Untergruppen geringer als die für Kontrollen (p<0.001). Für die Gruppe nur mit Tourette Syndrom war lediglich der Bereich der familiären Aktivitäten betroffen. Die psychosozialen Scores betrugen für „normale Personen“ 53.2, 54.4 für nur Tourette Syndrom (ns), 41.4 für die Tourette Syndrom +ADHD Untergruppe (p<0.001), 35.3 für die Tourette Syndrom +ADHD+OCD Untergruppe (p<0.001), und 35.5 für die Tourette Syndrom +OCD Gruppe (p=003).

Ein lineares Regressionsmodell, das Diagnose, Alter, Geschlecht und die Schwere von Tourette Syndrom -, ADHD-, und OCD-Symptomen berücksichtigte, kam zu dem Schluss, dass die Schwere der ADHD-Symptomatik entscheidend für die psychosoziale Beeinträchtigung ist.
Kinder mit Tourette Syndrom +ADHD+/-OCD erfahren bei allen Aspekten der psychosozialen Gesundheit Beeinträchtigungen. Dagegen ist die psychosoziale Gesundheit bei Kindern nur mit Tourette Syndrom in den meisten untersuchten Bereichen nicht anders als bei gesunden Kontrollen.

Dies deutet darauf hin, dass die Therapie von ADHD und Zwangsverhalten bei Kindern mit multiplen Diagnosen vorrangig betrieben werden sollte.

 


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