Psychosoziale Belastung
bedingt zukünftige Symptomschwere bei Kindern und Jugendlichen
mit Tourette-Syndrom und/oder Zwangserkrankungen
| • Lin H. |
• Ghebremichael M. |
| • Kastovich L. |
• Lombroso PJ. |
| • Findley DB. |
• King RA. |
| • Grantz H. |
• Zhang H. |
| • Leckman JF. |
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Department of Epidemiology
and Public Health, Yale University School of Medicine, New
Haven, CT 06520-7900, USA
J Child Psychol Psychiatry. 2007 Feb
Das Ziel der prospektiven Studie war es,
Grade von psychosozialer Belastung in Kindern und jugendlichen
mit Tourette Syndrom und oder Zwangserkrankungen (OCD) im
Vergleich zu gesunden Kontrollen zu verfolgen und die Beziehung
zwischen den gemessenen Belastungen und Fluktuationen in
bezug auf die Schwere von Tics, Zwängen und Depressionen
zu untersuchen.
Bei 45 Patienten und 41 Kontrollen erfolgte
über den Zeitraum von 2 Jahren eine Bewertung der Schwere
von Tics, Zwängen und Depressionen. Die Messungen der
psychosozialen Belastungen beinhalteten Eigenbewertungen,
Berichte von den Eltern und eine klinische Einstufung. Es
zeigte sich, dass Patienten mit Tourette Syndrom und OCD signifikant mehr
psychosoziale Belastungen erfuhren als Kontrollen.
Abschätzungen der Schwere der Belastung
waren prädikativ in Hinblick auf zukünftige depressive
Symptome. Aktuelle Ausmaße an Belastungen waren zudem
ein signifikanter Prädiktor zukünftiger Schwere
von OCD-Symptomen aber nicht umgekehrt. Außerdem war
die Schwere der OCD-Symptome ein Prädiktor für
das Ausmaß zukünftiger depressiver Symptome aber
nicht umgekehrt.
Aktuelle Ausmaße der psychosozialen
Belastung und der Depressionen waren unabhängige Prädiktoren
für die Schwere zukünftiger Tics auch nach Berücksichtigung
des Einfluss von zunehmendem Alter.
Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass die Auswirkungen einer vorangegangenen psychosozialen
Belastung sich eher bei depressiven Symptomen als bei Tics
und Zwängen bemerkbar machen. Sich verschlechternde
Zwangssymptome können wiederum auf zukünftige
Depressionen hindeuten. Außerdem zeigte sich, dass
ein zunehmendes Alter in Zusammenhang mit einer Reduktion
der Tic-Schwere steht.