Zusammenhang zwischen Magnesiumaufnahme,
Depression und Ängsten bei Erwachsenen: Die Hordaland
Health Studie
University of Melbourne, Department of Clinical and Biomedical
Sciences: Barwon Health, Vic., Australia
Aust N Z J Psychiatry. 2009
Systemische Entzündungen stehen häufig in
einem Zusammenhang mit der Aufnahme von Magnesium und
Depressionen. Begrenzte experimentelle und klinische Daten
lassen eine Assoziation zwischen Magnesium und Depressionen
vermuten. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den
Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und Depressionen
und Ängsten in einer großen Kohorte von Männern
und Frauen zu analysieren.
Diese Kohorte bestand aus 5708 Individuen im Alter von
46-49 oder 70-74 Jahren, die an der Hordaland Health-Studie
in West-Norwegen teilnahmen. Die Symptome der Depressionen
und Ängste wurden mit Hilfe der „Hospital Anxiety
and Depression“-Skala von den Teilnehmern selbst
aufgezeigt und die Magnesiumaufnahme wurde mit Hilfe eines
Fragebogens zur Nahrungsaufnahme bewertet.
Es zeigte sich eine umgekehrte Relation zwischen der
standardisierten Energie-angepassten Magnesiumaufnahme
und den standardisierten Depressions-Scores unabhängig
von Alter, Geschlecht, Habitus oder Blutdruck (beta=-0.16,
95% Konfidenzintervall (CI)=-0.22 - -0.11). Der Zusammenhang
wurde abgemildert, nach einer Anpassung an sozioökonomische
Variablen und solche des Lebensstils, blieb aber statistisch
signifikant (beta=-0.11, 95%CI=-0.16 - -0.05). Die standardisierte
Magnesiumaufnahme wurde auch in Beziehung gesetzt zu Depressionen
auf Case-Level-Ebene (Odd-Ratio (OR)=0.70, 95%CI=0.56-0.88),
auch wenn der Zusammenhang durch Anpassung an sozioökonomische
Variable und solche des Lebensstils abgemildert wurde
(OR=0.86, 95%CI=0.69-1.08). Die umgekehrte Relation von
Magnesiumaufnahme und Ängsten (Scores und Case-Level-Ebene)
war schwächer und in vollständig angepassten
Modellen nicht signifikant.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hypothese,
dass die Magnesiumaufnahme mit Depressionen und Ängsten
in Zusammenhang steht, durch die Befunde bestätigt
wurde. Diese könnten daher Auswirkungen auf die Gesundheitsfürsorge
und Therapien haben.