Laryngeale Elektromyographie bei
Bewegungsstörungen:
Erste Ergebnisse
Arq. Neuro-Psiquiatr., Sept. 2004
Die Studie beschreibt erste Daten zur laryngealen
(den Kehlkopf betreffend) Elektromyographie und zur Behandlung
mit Botulismus-Toxin in Patienten mit Dysphonie (Stimmstörung)
auf Grund von Bewegungsstörungen.
25 Patienten, die klinisch für eine
Therapie mit Botulismus-Toxin ausgewählt wurden, wurden
untersucht, 19 mit laryngealer Dysphonie, 5 mit spastischer
Dysphonie und 1 mit Tourette-Syndrom. Die Elektromyographie
wurde vor der Verabreichung von Botulismus-Toxin mit monopolaren
Elektroden durchgeführt. Die Ergebnisse stimmten bei
14 Patienten mit der Dystonie überein, bei 5 waren
sie normal, bei 3 Patienten ließen die Änderungen
der Frequenz auf einen essentiellen Tremor und bei 2 auf
einen Parkinson-bedingten Tremor schließen.
Die unterschiedlichen Muster der laryngealen
Elektromyographie und die signifikanten Besserungen nach
Gabe von Botulismus-Toxin haben dazu geführt, dass
die Autoren die laryngeale Elektromyographie routinemäßig
bei ambulanten Patienten mit Bewegungsstörungen durchführen.