Analyse des Genoms bei Tourette-Syndrom in einem
betroffenen Geschwisterpaar und Familien über mehrere
Generationen
Am J Hum Genet. 2007
Beim Tourette-Syndrom handelt es sich um
eine neuropsychiatrische Erkrankung mit einer komplexen
Art der Vererbung, die durch multiple zu- und abnehmende
motorische und vokale Tics charakterisiert wird.
Der Artikel berichtet die Ergebnisse der
bislang größten Studie zur genetischen Kopplung
im Falle von Tourette Syndrom. Die Studie umfasste 238 Kernfamilien
mit 304 unabhängigen Geschwisterpaaren und 18 separaten
Familien über mehrere Generationen, insgesamt 2040
Individuen.
Ein Screening des gesamten Genoms unter Verwendung von 390
Mikrosatellit-Markern wurde durchgeführt. Die Analysen
wurden mit zwei diagnostischen Klassifikationen vervollständigt:
1) lediglich Individuen mit Tourette Syndrom wurden als betroffen betrachtet
und 2) Patienten mit Tourette Syndrom oder chronischen Tics wurden als
betroffen einbezogen.
Es zeigten sich deutliche Hinweise auf
eine Kopplung für eine Region auf Chromosom 2 (-log
P =.42, P =.8x10(-5) sofern Individuen mit Tourette Syndrom
oder chronischen Tics als betroffen betrachtet wurden. Auch
Ergebnisse in verschiedenen anderen Regionen zeigen leichte
Hinweise (-log P >2.0) auf zusätzliche Susceptibilitäts-Loci
für Tourette Syndrom .