Phenotypisierung von Immunzellen
beim Tourette- Syndrom - Eine Pilotstudie
Department of Neurology, Philipps-University,
Marburg, Germany
Eur J Neurol. 2008
Die Ursache des Tourette-Syndroms ist noch
nicht genau bekannt, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass
das Immunsystem bei der Pathogenese eine Rolle spielt.
Die Autoren berichten die ersten Ergebnisse
einer Pilotstudie, die die Oberflächenmarker von Lymphozyten
in 20 erwachsenen Patienten mit Tourette Syndrom (16 Männer;
37.3 +/- 15.8 Jahre) and 20 gemischten Kontrollen (16 Männer;
37.5 +/- 15.3 Jahre) analysiert. Statistische Untersuchungen
zeigen signifikante Unterschiede bei den getesteten Oberflächenmarkern.
Die Unterschiede bei CD69(+)/CD22(+)-B Zellen (23.0 +/-
10.5% vs. 13.1 +/- 6.1%; P =.001) und CD95(+)/CD4(+)-T Zellen
(41.5 +/- 12.1% vs. 24.6 +/- 10.0%; P =.0001) waren auch
nach Bonferroni-Holm-Korrektur noch signifikant.
Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass diese ersten Daten darauf hindeuten, dass das Tourette
Syndrom mit einer verstärkten peripheren Immunaktivität
in Zusammenhang stehen kann.