Pilotstudie zur Sicherheit wiederholter transcranieller
Magnetstimulationen beim Tourette-Syndrom
Chae JH, Nahas Z, Wassermann E, Li X, Sethuraman
G, Gilbert D, Sallee FR, George MS.
Brain Stimulation Laboratory, Psychiatry
Department, Medical University of South Carolina, Charleston,
South Carolina, USA
Cogn Behav Neurol. 2004
Die Autoren entwarfen eine randomisierten
Studie zur Bewertung der Sicherheit der transcraniellen
Magnetstimulation und zur Untersuchung, ob diese Magnetstimulation
in bestimmten Bereichen und Frequenzen Tics beeinflussen
kann. Sie wendeten bei 8 Tourette Syndrom-Patienten wiederholte
transcranielle Magnetstimulationen über dem prefrontalen
Cortex oder dem motorischen Cortex als schnelle oder langsame
Stimulation an. Über 5 tage erfuhren die Patienten
repetitive transcranielle Magnetstimulationen mit 110 %
des motorischen Schwellenwertes über dem linken motorischen
Cortex (zweimal) oder dem linken prefrontalen Cortex (zweimal)
mit einer Frequenz von 1 Hz oder 15 Hz. Zur Kontrolle erfolgte
eine einmalige Schein-Stimulation.
Sämtliche 8 Patienten zeigten minimale
Nebenwirkungen und keine Verschlechterung der Tics oder
anderer unfreiwilliger Bewegungen. Unabhängig vom Ort
der Stimulation und der Frequenz besserte sich die Tic-Symptomatik
während der Studienwoche. Die Studie lässt dabei
keine Unterscheidung zu, ob diese Besserung auf das Vorhandensein
oder die Frequenz der transcraniellen Magnetstimulation
oder auf unspezifische Faktoren zurückzuführen
ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass es sich bei der transcraniellen Magnetstimulation um
eine sichere Therapiemethode für Tourette Syndrom in
Erwachsenen handelt. Weitere Studien zur transcraniellen
Magnetstimulation sind gerechtfertigt.