Neuropsychitrische Autoimmunerkrankung
im Zusammenhang mit Streptokokken-Infektionen (PANDAS)
Kliniki Psychiatrii Wieku Rozwojowego AM w Warszawie
Psychiatr Pol. 2004
Das Ziel der vorliegenden Studie war es,
einen kritischen Überblick über die Forschung
der letzten zwei Jahre zu einer neuropsychiatrischen Autoimmunerkrankung
im Zusammenhang mit Streptokokken-Infektionen (PANDAS) zu
geben.
Dazu wurde die von 1995 zu PANDAS veröffentlichte
Literatur systematisch bearbeitet. Um die klinischen Charakteristika
von PANDAS aufzuzeigen wurden außerdem die Fälle
von zwei Kindern mit schwerem Verlauf von Zwangserkrankung
und Tourette-Syndrom aufgeführt. Das post-streptokokkale
Autoimmunge-schehen, wurde im Rahmen der Ätiologie
von in der Kindheit einsetzenden Zwangserkrankungen, und
Tic-Störungen wie dem Tourette Syndrom genannt.
Diese Hypothese entstand nach zahlreichen
klinischen Beobachtungen inklusive der Dokumentation von
Zwangs-symptomatik bei Kindern mit Chorea Sydenham, einer
Variante eines rheumatischen Fiebers, die durch neurologische
Dysfunktionen charakterisiert wird und von Kindern mit Zwangsverhalten
und Tourette-Syndrom.
Die Ergebnisse der Studie führte zur
Identifizierung von Kindern, deren klinischer Verlauf charakterisiert
wird durch plötzliche dramatische Symptomverschlechterungen
im zeitlichen Zusammenhang mit Infektionen mit betahämolysierenden
Streptokokken der Gruppe A. Die Identifizierung einer solchen
Untergruppe ermöglicht die Analyse eines Modells der
Pathogenese von PANDAS und die Entwicklung neuer Therapien
und Strategien zur Prävention.
Weitere Forschung ist vonnöten, um
die PANDAS-Erkrankung und ihre Beziehung zu neuropsychiatrischen
Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen weiter zu analysieren