Störungen des Sprachflusses bei Personen
mit Tourette-Syndrom
Deutsche Übersetzung:
Graduate Department of Speech-Language Pathology, University
of Toronto, Room 160, 500 University Avenue, Toronto, ON,
Canada
J Psychosom Res. 2005
Das Ziel der vorliegenden Studie war es,
die Frequenz und Art von Störungen des Sprachflusses
bei einer relativ großen Gruppe an Individuen mit
Tourette-Syndrom zu analysieren und die Ergebnisse mit anderen
Sprachdaten einer Kontrollgruppe zu vergleichen.
Selbst berichtete Daten sowie Konversations-
und Leseproben wurden von 69 Kindern mit Tourette Syndrom (mittleres Alter:
12.49 Jahre) und 27 Kontrollpersonen (mittleres Alter: 10.9
Jahre) gesammelt. Die selbst berichteten Daten zeigten zwischen
beiden Gruppen keine großen Unterschiede.
Eine detaillierte Analyse des Sprachflusses
während des Lesens und spontanen Redens zeigte ein
insgesamt höheres Maß an Störungen des Sprachflusses
bei Tourette Syndrom-Patienten auf. In Bezug auf Stottern
zeigten beide Gruppen keine Unterschiede. Die Ergebnisse
wurden hinsichtlich einer gemeinsamen Ätiologie und
einer neuropathologischen Kopplung zwischen Tourette Syndrom
und eines entwicklungsbedingten Stotterns diskutiert.