Kontrollierte Doppelblindstudie der Phase IV zur Wirksamkeit
und Sicherheit von Magnesium und Vitamin B6 bei Kindern
mit dem Tourette Syndrom
Departamento de Anestesia y Reanimación. Hospital
Costa del Sol. Marbella. Málaga. España
Med Clin (Barc). 2008
Zusammenfassung/Hintergrund
Beim Tourette Syndrom (TS) handelt es sich
um eine neurologische Erkrankung mit chronischen motorischen
und vokalen Tics, und einem bedeutenden Grad an Komorbiditäten.
Die Krankheit gilt als ungewöhnliche Krankheit und
wird während der Kindheit zuerst Die derzeitigen Standardtherapien
erreichen nur eine teilweise Kontrolle der Symptomatik und
rufen häufige, und manchmal starke Nebenwirkungen hervor.
Methoden/Design
Das Hauptziel der Studie war es, zu zeigen
dass, im Vergleich mit einer Placebobehandlung, die Kombination
von Magnesium und Vitamin B6 die motorischen und vokalen
Tics sowie die Einschränkungen bei verschlimmertem
Tourette Syndrom bei Kindern im alter von 7-14 Jahre reduziert,
wie auf der Yale-Global-Tic-Severity-Skala gemessen YGTSS.
Sekundäre Ziele waren, eine Bewertung der Sicherheit
der Behandlung, eine Beschreibung von Stoffwechseländerungen
mittels PET sowie eine Untersuchung der Auswirkungen der
untersuchten Behandlung auf das Familienleben.
Methodik
Randomisierte klinische Blindstudie.
Phase IV Studie (neuer Vorschlag für eine Behandlung
mit Magnesium und Vitamin B6). Anwendungsbereich: Kinder
im geographischen Gebiet der Studiengruppe.
Die Teilnehmer der Studie wurden so ausgewählt, dass
sie gemäß DSM-IV Kriterien an TS litten und sich
in einer Phase der Verschlechterung der Symptomatik befanden,
vorausgesetzt dass kein Ausschlusskriterium vorlag. Klinische
Daten und der YGTSS wurden zu Beginn der Verschlechterung
bestimmt. (t0). Die Untersuchungen wurden nach 15 (t1),
30, (t2), 60 (t3) und 90 Tagen (t4) durchgeführt. PET-Untersuchungen
erfolgten zum Zeitpunkt t0 und t4. Die Autoren bewerteten
die Abnahme des Gesamt-Scores (t0, t1, t2, t3, t4), PET-Variationen
und die Auswirkungen der Therapie auf das tägliche
Leben der Patienten (Psychologischer Allgemeiner Well-Being
Index).
Diskussion
Wenige klinische Studien wurden mit Kindern
mit TS durchgeführt, aber sie sind notwendig, da gegenwärtige
Behandlungsmöglichkeiten ungenügend sind und oft
Nebenwirkungen hervorrufen.
Die Schwierigkeit, sich mit einer ungewöhnlichen
Krankheit zu befassen, macht die Gestaltung solch einer
Studie umso komplizierter. Die gegenwärtige Studie
versucht, mögliche methodische Probleme durch die Umsetzung
einer früheren Studie der Phase II zu überwinden,
um die relevanten statistischen Parameter zu berechnen kalkulieren
und die Sicherheit der vorgeschlagenen Therapie zu ermitteln.
Eine begleitende Therapie mit Magnesium und Vitamin B6 könnte
die Kontrolle der Krankheit verbessern und dabei helfen,
die Nebenwirkungen zu mindern.
Design
Typ der Studie:
Es handelt sich um eine randomisierte, klinische Blindstudie
der Phase 4 (neue Indikation für Magnesium und Vitamin
B6).
Diese Studie begann im Oktober 2007 und ist gegenwärtig
im Gange.
Patienten:
In der Studie erfasste Patienten sind gemäß DSM-IV-Kriterien
als Tourette-Erkrankte diagnostiziert und befinden sich
gegenwärtig in einer Phase der Verschlechterung der
Symptomatik. Kinderärzte der primären Gesundheitsfürsorge
wurden in der gesamten Region über die EECC informiert,
so dass die Patienten an die Kliniken verwiesen werden könnten,
an denen die Studie durchgeführt wird. Die Ärzte,
die für die Einstufung der Patienten zuständig
waren, verwiesen sie, sofern sie für die Studie akzeptiert
wurden, an die pharmazeutische Abteilung, so dass sie gemäß
Randomisierungstabelle in eine der beiden Gruppen eingeteilt
werden konnten. Ein Einverständnis der Eltern oder
Betreuer muss vorliegen und es dürfen keine Ausschlusskriterien
existieren.
Charakterisierung der Patienten
Alter: 7-14 Jahre, beiderlei Geschlechts
mit einem minimalen Score von 40 Punkten auf der Yale-Global-Tic-Severity-Skala
(YGTSS), zum Zeitpunkt einer klinischen Verschlechterung.
Behandlungs-Details
Dosierung und Verabreichung der Medikamente
Das im Rahmen der Studie verwendete Medikament
wird oral verabreicht und zwar zu Hause. Das folgende Medikament
wird zur Verfügung gestellt: Magnesiumpidolat aufgeteilt
in eine zweimalige Gabe. Dies sollte nicht zusammen mit
Kalzium der Molkerei-Produkten eingenommen werden.
Pyroxidin-Alpha-Aketoglutarat einmal täglich.
Andere erlaubte Medikamente
Die Patienten nehmen während der Studie
weiterhin ihre übliche Medikation zur Behandlung von
TS oder anderen Komorbiditäten ein. Außerdem
wird auch mit möglichen Psychotherapien fort gefahren.
Auch Medikamente, die ihnen vor der Studie für andere
Krankheiten verschrieben wurden, werden weiterhin eingenommen.
Bestimmte Methoden
Wirksamkeit
Die klinische Beurteilung der Tics der
Patienten erfolgt mittels Yale Global-Tic-Severity-Skala
(YGTSS). Diese Skala wurde validiert zur Studie motorischer
und vokaler Tics bei Kindern mit TS im Vergleich mit anderen
Skalen wie der Shapiro Tourette-Syndrom-Severity-Skala.
Sie wurde entwickelt, um TS und andere Tic-Störungen
zu analysieren, indem man die Anzahl, Frequenz, Intensität,
Komplexität und den Grad der Interferenz bei motorischen
und vokalen Tics bewertet. Der YGTSS wird in Form eines
halbstrukturierten Interviews mit den Eltern angewendet,
die die Tics über mindestens 1 Woche bewerten. Die
Übersetzung ins Spanische und die Anpassung an lokale
Bedingungen wurden bereits früher von den Verfassern
des gegenwärtigen Papiers, in einer früheren Studie
bestätigt.
Diskussion
Das Tourette Syndrom gilt als seltene neurologische
Krankheit ist, obwohl in der derzeitigen Studie über
ein zunehmend hohes Vorkommen berichtet wird. Die Krankheit
wird auf Grund der Unkenntnisse bzgl. des Vorkommen und
der Eigenschaften selten diagnostiziert.
Bis vor kurzem wurde TS nur dann diagnostiziert
wenn sehr schwere Fälle mit starken Einschränkungen
und deutlicher Koprolalie vorlagen. Obwohl diese Situation
sich ändert, gilt TS immer noch als eine seltene Erkrankung.
Wenige klinische Studien sind mit Kindern durchgeführt
worden, weil, zusätzlich zu den Schwierigkeiten, die
bei dieser Art von Studie (mit Erwachsenen) auftreten, gesetzliche
Regelungen zum Schutz der Kinder bedacht werden müssen.
Trotzdem sind solche Studien erforderlich.
Das Tourette Syndrom ist eine neurologische
Krankheit, und ihre physiopathologischen und ererbten Veränderungen
sowie erschwerende Umweltfaktoren sind werden zunehmend
gut verstanden. Eine wirksame Behandlung ist durch Neuroleptika,
die den postsynaptischen D2 Dopaminrezeptor inhibieren,
möglich. Andere Arten von Medikamenten, wie Anti-Epileptika,
wurden auch angewendet, obwohl die Hinweise auf ihre Wirksamkeit
weniger offensichtlich sind. Die Kontrolle der TS-Symptome
durch letztere Medikamente ist nur partiell und es kommt
häufig zu Nebenwirkungen wie Sedierung oder Dysphorie
und zu anderen, die möglicherweise sehr ernst sein
können (tardive Dyskinesie, Arrhythmie oder plötzlicher
Tod).
Angesichts dieser Überlegungen sind
zahlreiche andere Therapieformen unterschiedlicher Natur
und Wirksamkeit überlegt worden. Diese beinhalten Medikamente,
die auf das zentrale Nervensystem wirken (Botulinumtoxin,
Akupunktur, Plasmapherese, konventionelle Neurochirurgie
und, neuerdings die tiefe Gehirnstimulation (deep brain
stimulation). Diese Mannigfaltigkeit lässt vermuten,
dass die Krankheit bis jetzt schlecht kontrollierbar ist,
besonders in schweren Fällen. Die Möglichkeit
einer ergänzenden Behandlung mit Magnesium und Vitamin
B6 würde eine wichtige Verbesserung zur Kontrolle der
Krankheit darstellen, indem sie die Notwendigkeit von Neuroleptika
und anderen Medikamenten reduziert, Außerdem würde
sie das Ausmaß und die Schwere von Nebenwirkungen
mindern.
Klinisch gesehen steht ein Magnesiummangel
mit einer neuromuskulären Übererregbarkeit in
Beziehung und kann Krämpfe, Chorea- und athetoide Bewegungen
verursachen. Er wurde auch mit biochemischen und genetischen
Veränderungen in Zusammenhang gebracht, die die Symptome,
die sich bei Kindern mit TS zeigen, hervorrufen.
Die Enzym-Kynureninase benötigt die Anwesenheit von
beiden, Magnesium und Pyridoxal-Phosphat, so dass sich in
Fällen eines Magnesiummangels hohe Gehalte an Kynureninen
im Blut finden, wie im Falle von TS. Anomal hohe Gehalte
an Kynureninen führen zu Ängsten, einer erhöhten
Freisetzung an Noradrenalin, lokomotorischer Hyperaktivität,
Tics, einem Anstieg an Chinolinsäure, einer erhöhten
sexuellen Aktivität bei Frauen, erniedrigten Serotoningehalten
und einer Blockade der GABA-Rezeptoren. Deswegen wird dieses
Enzym mit dem Vorhandensein von Tics, Ängsten und Koprolalie-Kopropraxiie
in Verbindung gebracht.
Ein Mangel an Magnesium reduziert die Aktivität
von Vitamin B6 durch die Hemmung der Aktivität der
alkalischen Phosphatase, welche benötigt wird, um die
aktive Form Pyridoxalphosphat, in den Geweben zu erreichen.
Ein Mangel an Vitamin B6 wird in Zusammenhang gebracht mit
erhöhten Gehalten an Kynureninen, Spasmen, abnormen
Bewegungen des Kopfes, Übererregbarkeit, erhöhter
Stimulation des Sympathikus sowie erhöhter Empfindlichkeit
gegenüber Glucocortikoiden. Die Symptome verschlimmern
sich bei Stress und mit der Verabreichung von Katecolaminen
und Glucocortikoiden.
Magnesiummangel lässt die Aktivität
des NMDA-Rezeptors ansteigen, und führt so zu einer
größeren neuralen Erregbarkeit. Als Konsequenz
kommt es vermehrt zu Ängsten und orofacialer tardiver
Dyskinesie, einer vermehrten Freisetzung von Dopamin, einem
defensiveren Verhalten sowie einer größeren Modulation
der Serotoninrezeptoren.
Auch andere Symptome können betroffen
sein, so wie das Migränevorkommen, das bei TS-Patienten
häufiger ist. Die Situation des Magnesiummangels führt
auch zu einem Anstieg der Substanz P und ist assoziiert
mit defensivem Verhalten sowie einer erhöhten Reaktion
auf Stress und auf Allergene.
Man sollte allerdings zur Kenntnis nehmen,
dass bis heute keine klinischen Studien veröffentlicht
wurden, die diese Hypothese bestätigen. Angesichts
der Tatsache, dass gegenwärtige Therapien mit Neuroleptika
nur teilweise eine Wirkung erzielen und schwere Nebenwirkungen
hervorrufen können, glauben die Autoren, dass es Grund
genug gibt, klinische Studien mit den vorgeschlagenen, weniger
aggressiven Substanzen durchzuführen.
Die Zusammensetzung von Multivitamin- und
Mineralstoffverbindungen ist sehr unterschiedlich, doch
von einem theoretischen Standpunkt aus und unter Berücksichtigung
der bereits angeführten Hypothesen, sind die Autoren
der Meinung, dass sich klinische Studien zunächst auf
Magnesium und Vitamin B6 konzentrieren sollten. Beide Substanzen
repräsentieren eine große therapeutische Bandbreite
und haben wenige Nebenwirkungen; zudem sind sie zugelassen
für ähnliche Indikationen bei Kindern und haben
eine lange Geschichte von therapeutischer Anwendung.
Magnesium-Ionen sind grundsätzlich
intrazellulär oder lokalisiert in den Knochen, mit
nur 1 % extrazellulärem Vorkommen. Als Konsequenz spiegeln
Magnesiumgehalte im Plasma nicht genau den Gehalt im Körper
wieder. Traditionell wurde Magnesium intravenös verwendet,
um schwere Mangelzustände auszugleichen, ferner als
Antiarrhythmikum und in Fällen einer Eclampsie-Preeclampsie.
Oral verabreichtes Magnesium diente als Nahrungsergänzung
und kann auch Kindern gegeben werden. Es ist kontraindiziert
in Fällen von akuter oder chronisch dekompensierter
Niereninsuffizienz, Myasthenia gravis, Diabetes-bedingtem
Koma und Cushing-Syndrom.
Vitamin B6 (Pyroxidin) ist ein wasserlösliches-Vitamin
mit einer weiten therapeutischen Bandbreite. In klinischen
und pharmakologischen Studien wurde gezeigt, dass es interessante
Eigenschaften hat. So ist es an der oxidativen Deaminierung,
Transaminierung und Decarboxilierung beteiligt, ferner an
der Decarboxylierung von Glutaminsäure zu GABA, von
DOPA zu Dopamin und von 5-Hydroxytrytophan zu Serotonin.
Es zeigt Eigenschaften, die gegen Krämpfe gerichtet
sind (anti-Convulsant) und scheint eine nervenschützende
und antitoxische Wirkung zu haben. Es kann Kindern gegeben
werden, und hat die Zulassung für Kinder mit Veränderungen
des Charakters, der Sprache und des Verhaltens sowie Lernschwierigkeiten,
verzögerte Beinmotorik, Krampfanfälligkeiten,
Intoxikationen des zentralen Nervensystems, Zittern und
Parkinson. Die verabreichte Dosierung kann sehr variieren,
zumal eine Ausscheidung über die Niere sicherstellt,
dass die Toxizität minimal ist.
Da die Aktivität von Magnesium eine
Konsequenz seiner Ionenfraktion ist liegt es hauptsächlich
intrazellulär vor und hat wenig Korrelation mit dem
Magnesium in Serum. Die Autoren glauben nicht, dass klinische
Schlüsse aus dem messen des Magnesiumgehaltes im Serum
gezogen werden können. Ebenso wäre das Messen
von Vitamin B6-Gehalten im Serum nicht sinnvoll, zumal das
Problem in einem Defizit der Aktivität liegt.
Die statistischen, in diesem Protokoll verwendeten, Parameter
wurden von der oben genannten früheren Studie der Forschungsgruppe
Studie abgeleitet. Dies war eine klinische Phase II-Studie
zur Wirksamkeit und Sicherheit der hinterfragten Behandlung.
Sie war nützlich, um den Grad einer Verbesserung vorzubestimmen,
die in der experimentellen Gruppe erwartet werden konnte.
So ließ sich die mindestens erforderliche Stichprobengröße
bestimmen, sowie die mittlere und Standardabweichungen beim
Messen des YGTSS.
Diese frühere Studie zeigte, dass
die Behandlung eine bedeutende Verringerung im GTSS-Score
bewirkt und zwar ohne Nebenwirkungen. Nichtsdestotrotz handelte
es sich um eine Pilotstudie mit Grenzen der Methodik, die
die Autoren in dem aktuellen Protokoll zu überwinden
versuchten.
Das verwendete methodische Instrument,
wurde auch in einer früheren Studie der Autoren entwickelt,
indem sie den YGTSS in Spanisch übersetzten und ihn
für die lokale Bevölkerung anpassten und validierten.
Die für diese Studie gewählte
Population ist absichtlich begrenzt auf Kinder im Alter
von 7-14 Jahre, ein Alter in dem es am häufigsten zu
klinischen Verschlechterungen des TS kommt. Durch diese
Begrenzung versuchen die Autoren eine Population mit sehr
homogenen Eigenschaften zu erzielen, die gleichzeitig schwere
Symptome (YGTSS >=40) zeigt.
Es kann schwierig sein, die notwendige Anzahlen an Patienten
für die anvisierte Stichprobengröße zu bekommen
bei bestimmter klinischer Voraussetzung, relativ seltener
Diagnostik und der Tatsache, dass Kinder beteiligt sind.
Die Autoren hoffen, diese Schwierigkeit zu umgehen, indem
sie das geographische Erfassungsgebiet ausdehnen und die
Anzahl der an der Rekruitierung der Patienten beteiligten
Ärzte erhöhen.
Die Follow-up-Periode von 3 Monaten basiert
auf dem natürlichen Verlauf der Krankheit, bei der
Verschlechterungen und Remissionen ungefähr so lange
dauern. Die Autoren glauben, dass, wenn ein Patient in die
Studie zum Zeitpunkt einer Periode der Verschlechterung
eintritt, der YGTSS höher ist, so dass es leichter
ist, signifikante Unterschiede zu erkennen, sofern die Symptome
stärker und schneller kontrolliert werden als in der
Kontrollgruppe.
Der Grund für die Durchführung
eines PETs in der experimentellen Gruppe vor und nach der
Verabreichung der Medikation ist, die dopaminerge Aktivität
in den Basalnuclei und dem präfrontalen Cortex zu objektivieren
und um etwaige Veränderungen in diesen Bereichen als
Folge der Medikation aufzudecken. Trotzdem sind diese Abbildungen
von geringer Spezifität und man kann eventuell keine
klaren Schlüsse aus ihnen ziehen. Nichtsdestotrotz
scheint es vernünftig, zu versuchen, die Ergebnisse
der klinischen Evaluierung mit diesen alternativen objektiven
Daten zu unterstützen. Sei es wie es ist, diese Bilder
werden als Basis für weitere Studien dienen.
Es ist auch wichtig die Auswirkungen einer
Verbesserung der TS-Symptomatik bei Kindern auf das Familienleben
abzuschätzen, das in schweren Fällen sehr beeinträchtigt
ist. Der PGWBI psychologisches „Wohlsein“ (Well-being).
Er basiert auf Theorien zur Evaluierung der häuslichen
Umgebung und ist ein angemessenes Mittel, die durch TS hervorgerufenen
Störungen im Haushalt zu bestimmen. Die Autoren hegen
keinen Zweifel, dass sich eine direkte Korrelation finden
wird zwischen den Symptomen der Kinder und dem Psychologischen
„Wohlsein“ innerhalb der Familie.
Die gemeinsame Anwendung dieser drei Messungsmethoden,
nämlich der Objektivierung der Tics und der Beeinträchtigungen,
die Bewertung metabolischer Veränderungen in den Bereichen
der Basalganglien und des Cortex und die Evaluierung von
Stress innerhalb der Familie wird die Autoren befähigen,
ein objektives Urteil zur Effektivität der untersuchten
Medikation zu fällen.
Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass die Therapie von TS weiterhin bedeutende Mankos aufweist
und weitere klinische Studien erforderlich sind, speziell
bei Kindern.
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Anm. des IVTS e.V.: Da es sich um freiverkäufliche
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Grund wurden die Angaben zur Dosierung nicht veröffentlicht.
Sollten Sie an einem Behandlungsversuch interessiert
sein, möchten wir Sie herzlich bitten, diese Übersetzung
auszudrucken und danach die individuellen Möglichkeiten
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gerne an dessen Praxis. Unsere E-Mail-Adresse lautet:
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