Assoziation zwischen dem Gen
für die niedermolekulare Cytosol-Säure-Phosphatase
ACP*A und komorbiden Erkrankungen des Tourette-Syndroms
Bottini N, MacMurray J, Rostamkani M, McGue M, Iacono WG,
Comings DE.
Neurosci Lett. 2002
The Burnham Institute, La Jolla, CA, USA
Protein-Tyrosin-Phosphatasen scheinen bei
der Regulation der serotonergen und dopaminergen Aktivität
im zentralen Nerven-system eine Rolle zu spielen. In einer
neueren Studie fanden die Autoren, dass eine Homozygotie
für nonA/nonA an dem Ort, der für die niedermolekulare
Protein-Tyrosin-Phosphatase ACP1 codiert, mit gesteigertem
Vorkommen von Depressionen in Männern (P < 0.00003)
im Zusammenhang steht, so dass man davon ausgeht, dass ein
ACP1*A Einzelnukleotid-Polymorphismus (SNP) ein wichtiger
Marker für die Psychopathologie zu sein scheint.
In der vorliegenden Studie untersuchten
die Autoren den ACP1*A SNP in 539 Kontrollen und 184 männlichen
Tourette Syndrom-Patienten, bei denen es sich durchweg um
Europäer der kaukasischen Rasse handelte. Die Frequenz
des non-A-Allels war in den Tourette Syndrom-Patienten im
Vergleich zu den Kontrollen deutlich erhöht (P <
0.0005), doch war dieser Unterschied auf Fälle mit
einer komorbiden ADHD-Störung bzw. einer komorbiden
Verhaltensstörung beschränkt, während es
wenig Relevanz für das Tourette Syndrom selbst hat.