Klinische Studie zur Schädel-Akupunktur
beim Tourette-Syndrom
Department of Acupuncture, Shanghai Hospital of TCM, Shanghai
200071, China
Zhongguo Zhen Jiu. 2009
Das Ziel der Studie war es, den therapeutischen
Effekt unterschiedlicher Nadel-Verweildauern an Akupunkturpunkten
des Schädels auf das Tourette-Syndrom zu bewerten.
62 Fälle von Tourette wurden randomisiert (zufällig)
in eine Therapie- und eine Kontrollgruppe eingeteilt mit
31 Patienten in jeder Gruppe.
In der Therapiegruppe betrug die Nadelverweilzeit
2 h und in der Kontrollgruppe 30 Minuten. Die mittlere Stirnlinie,
die mittlere Vertex-Linie und die laterale Linie 1 des Vertex
wurden als Haupt-Akupunkturpunkte ausgewählt und die
vordere schräge Vertex-Temporal-Linie sowie die hintere
Temporal-Linie wurden als Adjuvans-Akupunkturpunkte gewählt.
Die Patienten wurden täglich über
zwei Monate behandelt. Die Yale Global Tic Severity Scala
(YGTSS) und die Tourette Syndrome Global Scala (TSGS) wurden
zur Bewertung des therapeutischen Effekts verwendet. Es
zeigte sich, dass YGTSS und TSGS-Scores nach der Therapie
in beiden Gruppen im Vergleich zum Zustand vor der Therapie
signifikante Veränderungen zeigten (P < 0.01).
Dies deutet auf eine offensichtliche Verbesserung
motorischer und vokaler Tics hin. Der Erfolg lag bei 61,3
% in der Therapie-Gruppe und 67,7 % in der Kontrollgruppe
ohne signifikante Unterschiede in beiden Gruppen (P >
0.05).
Zusammenfassend lässt sich sagen,
dass Schädelakupunktur mit Nadelverweilzeiten von 2
h und 30 Minuten die Symptome des Tourette signifikant verbessern
kann und zwar mit ähnlicher Wirkung.