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Nicht-kardiale, QTc-verlängernde Arzneimittel und das Risiko eines plötzlichen Herztodes

http://eurheartj.oxfordjournals.org/cgi/rapidpdf/ehi312v1

Ziel der Studie war es den Zusammenhang zwischen der Anwendung von nicht-kardialen QTc-verlängernden Arzneimitteln und dem Risiko eines plötzlichen Herztodes zu bewerten. Eine populationsbasierte Studie wurde im Rahmen des IPCI-Projektes (Integrated Primary Care Information) durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Datenbank mit vollständigen medizinischen Befunden von mehr als 500 000 Personen. Sämtliche Todesfälle zwischen 1. Januar 1995 und 1. September 2003 wurden betrachtet. Der plötzliche Herztod wurde je nach der Zeit zwischen Einsetzen kardiovaskulärer Symptome und Tod klassifiziert. Für jeden Fall wurden 10 Zufallskontrollen in Bezug auf Alter, Geschlecht und dem Datum des plötzlichen Herztodes gemischt.

Interessant war jeweils die Anwendung nicht-kardialer QTc verlängernder Arzneimittel. Hierzu zählen: Chloroquin, Chlorpromazin, Cisaprid, Clarithromycin, Domperidon, Droperidol, Erythromycin, Halofrantin, Haloperidol, Levomethadyl, Mesoridazin, Pentamidin, Pimozid, Sparfloxacin und Thioridazin. Die Studie setzte sich zusammen aus 775 Fällen eines plötzlichen Herztodes und 6297 gemischten Kontrollen. Es zeigte sich, dass die Anwendung von beliebigen, nicht-kardialen QTc-verlängernden Arzneimitteln mit einem signifikant erhöhten Risiko für den plötzlichen Herztod assoziiert war (angepasster OR: 2.7; 95 % CI: 1.6-4.7). Das Risiko war für Frauen und Personen, die vor kurzem mit der Therapie begonnen hatten, am höchsten.



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