Tourette-Syndrom - Genetik, Neuroanatomie und Neurotransmitter
Ugeskr Laeger. 2008 Aug
Glostrup Hospital, Børneafdeling L, Glostrup, Dänemark
Die Ätiologie und Pathophysiologie des Tourette-Syndroms
sind noch nicht ganz geklärt. Trotz uneinheitlicher
Befunde in der Literatur lassen sich doch einige Schlussfolgerungen
in bezug auf Genetik, Neuroanatomie und Neurotransmitter
ziehen: Die Vererbung des Tourette Syndrom ist unbekannt, die Ätiologie
scheint polygen zu sein (Übers: es spielen mehrere
Gene eine Rolle). Bei Patienten mit Tourette Syndrom sind die Basalganglien
wahrscheinlich kleiner als bei Kontrollen.
Des Weiteren verursacht eine Dysfunktion des dopaminergen
Systems die Tics. Das comorbid auftretende ADHS basiert
auf einer verminderten Dopamin-Konzentration und einer
gesteigerten Konzentration an Noradrenalin. Zwangsverhalten
wird verursacht durch eine Dysfunktion im Serotonin- und
wahrscheinlich Dopamin-System.