Tics, Zwänge, ADHS, affektive Störungen

Pharmakotherapie komorbider Störungen

Frank Beer, Dieter Schlamp, Franz Joseph Freisleder, Heckscher-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, München

Bei der Pharmakotherapie komorbider Störungen wird i.d.R. die im Vordergrund stehende Störung zunächst isoliert behandelt. Eine Monotherapie ist zu bevorzugen, bei Kombinationsbehandlungen sind mögliche Interaktionen zu berücksichtigen. Unter Ausnutzung zugrunde liegender neurobiologischer Mechanismen kann z.T. die Symptomatik beider Störungen durch die Gabe einer Substanz gebessert werden. Dies gilt z.B. für Antidepressiva mit noradrenerger Wirkkomponente (Moclobemid, Atomoxetin, Reboxetin) bei ADHS und depressiven Störungen.
Bei Ticstörungen und komorbider hyperkinetischer Störung können durch Neuroleptika (z.B. Risperidon) günstige Effekte auf die Ticsymptomatik, Impulsivität und Hyperaktivität erwartet werden, während sich Aufmerksamkeitsdefizite unter Umständen verschlechtern. Stimulanzien können zu einer Exazerbation einer Ticsymptomatik führen, weshalb bei hyperkinetischen Störungen und komorbider Ticstörung Zurückhaltung bei der Gabe von Stimulanzien geboten ist, jedoch keine Kontraindikation besteht.

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