Ihr gutes Recht

Infoheft für Familien mit behinderten Kindern

Welche Sozialleistungen können Familien mit behinderten Kindern in Anspruch nehmen?  Einen Überblick über die richtigen Anlaufstellen gibt ein neues Infoheft des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Es ist nur als PDF-Dokument verfügbar und kann kostenlos unter http://dpaq.de/cQl9J heruntergeladen werden. Die Broschüre bündelt unter anderem heilpädagogische Leistungen, überregionale Leistungen von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Hilfen im Bereich der Schule.

Tourette und Schwerbehinderung

Als schwerbehindert gelten Personen, die einen anerkannten Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 haben. Der Grad der Behinderung ist das Maß für die körperliche, geistige, seelische und soziale Auswirkung der Beeinträchtigung durch eine Behinderung. Personen mit einem GdB von mindestens 50 können einen Schwerbehindertenausweis beantragen.

Die einzelnen Versorgungsämter im Bundesgebiet müssen bei der Bewertung der Ticstörung bzw. des Tourette Syndroms den Grad der Behinderung in Analogie zu vergleichbaren Gesundheitsstörungen beurteilen, da alle Ticstörungen nach dem ICD 95.0 – 95.2 in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen nicht aufgeführt sind.

Derartige Feststellungen müssen die mit den AHP/VG besonders erfahrenen Versorgungsärzte treffen.

Beim Tourette Syndrom kommen je nach Ausprägung, Verlaufsform und therapeutischer Beeinflussbarkeit GdB-Werte bis 100 in Frage. Im Kindesalter sind die Voraussetzungen für das Ausgleichsmerkmal „H“ in der Regel bis zum 16. Lebensjahr gegeben.
Quellenangaben für die Bewertung von Tic-Erkrankungen senden wir unseren Mitgliedern auf Anfrage gerne zu.

Kinder und Jugendliche profitieren in der Regel von einem Schwerbehindertenausweis (SBA) durch die Gewährung verschiedener Nachteilsausgleiche.


Versorgungsmedizin-Verordnung

Zum 1. Januar 2009 trat die Versorgungsmedizin-Verordnung in Kraft.
Bisher wurde das Ausmaß der nach dem Bundesversorgungsgesetz auszugleichenden Schädigungsfolgen und des Grades der Behinderung nach den sogenannten “AHP – Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht (Teil 2 SGB IX)” (siehe weiter unten) festgestellt. weiter lesen:

Versorgungsmedizin-Verordnung

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales


Tourette & Pflegeversicherung

Wichtige Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen aus der Pflegeversicherung finden Sie in unserem Leitfaden Pflegeversicherung – bestellen:

Mit unserer Vorlage für das Pflegetagebuch haben Sie die Möglichkeit, den eventuell zusätzlich vorhandenen Mehraufwand bei Kindern mit dem Tourette Syndrom selbst zu berechnen. Schreiben Sie uns, wenn Sie die Vorlage im Excel-Format wünschen.


Gemeinsame Servicestellen

Diese Website enthält in Verzeichnis der bisher im gesamten Bundesgebiet eröffneten gemeinsamen Reha-Servicestellen.
Die Servicestellen beraten Betroffene kostenlos umfassend, qualifiziert und zeitnah über die Zielsetzung, Zweckmäßigkeit und Erfolgsaussicht möglicher Leistungen. Dabei wird der individuelle Bedarf ermittelt und geklärt, welche Träger für die Leistungen zuständig ist.
Die Mitarbeiter der Servicestellen helfen u. a. auch Betroffenen mit dem Tourette Syndrom/Ticstörungen bei der Antragstellung und der Weiterleitung an die zuständigen Träger.

http://www.reha-servicestellen.de/


Inklusionsleitfaden für Schulen

Oldenburg macht sich auf den Weg zur Inklusiven Stadt. Eine besondere Rolle in diesem Prozess spielt aktuell der Schulbereich, da hier gesetzliche Vorgaben einen klaren Zeitrahmen vorgeben. Um den Weg inhaltlich zu begleiten wurde auf Initiative des Amtes für Jugend, Familie und Schule die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Inklusion an Oldenburger Schulen“ ins Leben gerufen und eine Kooperation mit Dr. Holger Lindemann von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg geschlossen.

In der AG arbeiten aktuell über 50 Mitglieder unter anderem aus Schulen, Stadtelternrat, Stadtschülerrat, Selbsthilfegruppen, Behindertenbeirat, freien Trägern, Politik und Stadtverwaltung mit.

Das Handbuch steht als kostenloser Download » (PDF 6,1 MB) zur freien Verfügung.


Nachteilsausgleiche

Informationen zum Nachteilsausgleich, unter Berücksichtigung der Regelungen in den einzelnen Bundesländern, bietet das Kindernetzwerk:
http://www.kindernetzwerk.de/download/Nachteilsausgleich.pdf

sowie der Wegweiser für Familien: https://www.familienratgeber.de/schwerbehinderung/ueberblick_nachteilsausgleiche/index.php


Weitere Themen veröffentlichen wir regelmäßig unter “News“.

Beachten Sie bitte, dass die Beiträge in dieser Rubrik der allgemeinen Information dienen und eine individuelle Beratung im Einzelfall nicht ersetzen kann.